Vase, Entwurf Ercole Barovier 1951/1965 (Detail), Privatsammlung/LWL Museum Glashütte Gernheim. Foto: Kramer
Die 1950er und 1960er Jahre gelten als eine Phase der großen kreativen Leistungen des Glases aus Murano. Innovative Tendenzen der Vorkriegszeit entfalteten ihre Blüte: Mit dem Gestalter Fulvio Bianconi nahm ein neuer Stil seinen Ausgang, der sich durch einen spontanen und ironischen Umgang mit dem Material auszeichnet. Zugleich gelangte das handwerkliche Vermögen der muraneser Glasmacher zu atemberaubenden Ergebnissen. Die Objekte eines Archimede Seguso bestechen durch hohe Komplexität. So beschreiben die jetzt in der Ausstellung „tradizione e innovazione“ in der Glashütte Gernheim gezeigten Objekte das Spannungsfeld zwischen überlieferter Technik und den durch die Impulse der zeitgenössischen Kunst entwickelten Linien der muraneser
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Glassjam ist ein offenes Kollektiv von acht jungen Künstlerinnen und Künstlern, die durch den Werkstoff Glas verbunden sind. Seit 2020 hat sich die Gruppe zu einem lebendigen Netzwerk entwickelt, das auf Austausch, gegenseitige Inspiration und Weiterentwicklung setzt. Vielfältige künstlerische Praktiken und kulturelle Hintergründe aus Japan, Tschechien, Polen, Schweden und Deutschland prägen die Bandbreite der Ansätze. In den vergangenen fünf Jahren entstanden fünf Ausstellungen, die den Dialog zwischen bildender Kunst und experimenteller Formgebung anregen. Zum fünfjährigen Bestehen arbeitet Glassjam erstmals gemeinsam an einer Installation. Das neue Projekt verbindet Glas, Klang und das Wechselspiel von Interpretation und Reaktion zu einer kollektiven Arbeit
Im Jahr 1972 entstand beim damaligen Bürgermeister von Frauenau, Alfons Hannes, dem Künstler Erwin Eisch und dem Glashüttenmeister Helmut Schneck die Idee, in einem ehemaligen Sägewerk ein kommunales Museum aufzubauen. Damit wurde der Grundstein für das heutige Staatliche Glasmuseum Frauenau gelegt. Mit Visionen und viel Leidenschaft setzten die Beteiligten ihr Wunschprojekt um und konnten dieses mit der Eröffnung 1975 schließlich zum Leben erwecken. «Damals konnte noch keiner ahnen, wie gut sich das Glasmuseum über die Jahre entwickeln würde,» resümiert Museumsleiterin Karin Rühl.
Das Museum und Glasstudio Baruther Glashütte hat am 16.03.2025 die Ausstellung «Glashütten und Glasmacher. Zeugnisse eines Kulturerbes.» eröffnet. Gezeigt werden Objekte aus der Sammlung Birgit+Dieter Schaich (München). Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Katalog begleitet, der von dem Sammlerehepaar erstellt wurde.
Am 10.10.2025 findet die Preisverleihung des SNUFF GLASS AWARDs im Haus zur Wildnis in Ludwigsthal/Bayerischer Wald statt. Der jetzt ausgeschriebene Wettbewerb gilt für die Fachrichtungen: Glasmachen und Glasblasen, Schmelztechniken, Malen, Schleifen, Gravur, Flachglasveredelungen und Glasdesign. Die eingereichten Arbeiten müssen selbst entworfen und umgesetzt sein und es können maximal zwei Arbeiten eingereicht werden.
Es gebe nichts Interessantes mehr, hört man gelegentlich in Glaskreisen, was die bevorstehende Ausstellung im Glasmuseum Frauenau widerlegen dürfte. Ab dem 26.01.2025 zeigt das Museum Neuerwerbungen der Sammlung Birgit + Dieter Schaich aus München zum Thema Formglas – das Meiste noch nicht publiziert und vieles mit einem Blick über den nationalen Tellerrand hinaus. Die Ausstellung ist in zwölf Themenbereiche gegliedert. Neben den einzelnen Formgruppen Becher, Krüge und Kannen, Kelchgläser und «Alpenländische» Flaschen werden gläserne Exponate aus Haushalt, Alchemie und Pharmazie gezeigt. Eigene Kapitel widmen sich unter anderem Funden aus oberbayerischen Seen und Glas aus Allgäuer Glashütten des 17. bis 19. Jahrhunderts. Zur
Nach einer umfassenden Modernisierung ist seit Mitte November 2024 eine der weltweit größten Glassammlungen wieder zu sehen: Die Glassammlung des Düsseldorfer Kunstpalastes präsentiert mehr als 1.000 Exponate aus der rund 13.000 Objekte umfassenden Kollektion und bietet einen umfassend neugestalteten Einblick in die Geschichte der Glaskunst – beginnend mit der Antike über das Mittelalter bis hin zu zeitgenössischen Glasobjekten. Die Sonderausstellung Mythos Murano geht den Geheimnissen rund um die von der venezianischen Laguneninsel stammenden Glasobjekte nach.
Nach elf Jahren ist das Ziel erreicht: Wissen, Handwerkstechniken und Kenntnisse der manuellen Glasfertigung sind in die Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Am 21.11.2024 überreichte Harald Herrmann (Auswärtiges Amt/links) und Prof. Dr. Christoph Wulf (Deutsche UNESCO- Kommission/rechts) im LWL-Museum Glashütte Gernheim den Trägerinnen und Trägern des Handwerks die Urkunde zur Eintragung. Stellvertretend für die Glasmachenden nahmen die Initiatoren der Bewerbung, darunter Dr. Katrin Holthaus, (4.v.l) gemeinsam mit LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger (3.v.l.) und Museumsdirektorin Dr. Kirsten Baumann (2.v.l.) die Urkunde entgegen. Glasmachende, die professionell am Ofen einer Glashütte oder in einem Glasstudio arbeiten, gelten damit als Träger und Trägerinnen eines
Auf Beschluss des flämischen Ministers für auswärtige Angelegenheiten, Kultur, Digitalisierung und Facility Management wurden am 24.09.2024 insgesamt 863 Gebrauchsflaschen aus der Sammlung von Willy Van den Bossche in die Liste der beweglichen Kulturgüter der Flämischen Gemeinschaft aufgenommen: Die seltene Sammlung biete einen vollständigen Überblick über die Produktion und die Formen von Gebrauchsflaschen in Europa, heißt es in der Begründung. Eine ähnliche Sammlung sei in Flandern nicht vorhanden und deshalb besonders erhaltens- und schützenswert.
Vasen und Schalen in allen Größen, Farben und Formen, bunte Tierwelten, Miniaturen und Nippesfiguren aus hauchdünnem zerbrechlichem Glas, schwere Vintage-Schalen – Paul Beckmann ist Glassammler aus Leidenschaft. Seine Objekte stammen aus Dänemark, Schweden, Italien/Venedig, Österreich, Frankreich, Lauscha oder dem Bayerischen Wald. Auf einer seiner vielen Reisen kam er nach Wertheim, besuchte das Glasmuseum und stiftete spontan rund 1.500 Glasobjekte seiner Glas-Sammlung dem Museum. Rund 250 Glasobjekte der Schenkung sind jetzt vom 05.10.2024 bis zum 06.01.2025 im Glasmuseum Wertheim zu sehen.
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