Vase, Entwurf Ercole Barovier 1951/1965 (Detail), Privatsammlung/LWL Museum Glashütte Gernheim. Foto: Kramer
Ab Ende März 2026 zeigt die Baruther Glashütte Objekte ausgewählter Designerinnen unter dem Titel «Women and Glass – Gestalterinnen. 1950-2000». Viele in der ehemaligen DDR wissenschaftlich ausgebildete Formgestalterinnen bewahrten und entwickelten seit den 1950er-Jahren den Jahrzehnte zuvor von Bauhaus-Vertretern wie Wilhelm Wagenfeld (1900-1990) entwickelten Qualitätsstandard in zahlreichen Einzelbetrieben der ostdeutschen Glasindustrie weiter. Neben den Pionierinnen im Glasdesign, Ilse Decho (1915-1978) und Margarete Jahny (1923-2017) blickt die jetzt von Siegfried Kohlschmidt und Georg Goes konzipierte Ausstellung auf die Leistung von weiteren Designerinnnen. Ihre Entwürfe, mit denen die Gestalterinnen zahlreiche Designpreise gewannen, sind in repräsentativer Auswahl zu sehen. Die von ihnen geschaffenen Gläser
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Das Glasmuseum Schloss Hadamar zeigt derzeit eine Ausstellung mit Werken des tschechischen Ehepaars Martina Janáková und František Janák und des in der Nähe von Prag lebenden Glaskünstlers Marian Volráb. Aufmerksam wurde Wolfgang Hofmann, Vorstandsmitglied des Museumsvereins, auf die Arbeiten des Künstlerpaars bereits 2011, als er eine Ausstellung im Glasmuseum von Kamenický Šenov besuchte. František Janák ist vielen Kennern der Glasszene als ehemaliger Direktor der dortigen Glasfachschule bekannt. Aber auch seine Ausstellungstätigkeiten im In- und Ausland und sonstigen Engagements sind beeindruckend. Für die schon lange geplante Präsentation der Glaskunstwerke in Hadamar konnte erfreulicherweise auch Marian Volráb gewonnen werden. Die Ausstellung moderner tschechischer Glasarbeiten
In der Schweiz gibt es eine lebendige zeitgenössische Glaskunstszene. Angestoßen hat diese Entwicklung Roberto Niederer (1928-1988), der in den 1970er-Jahren ein wichtiger Protagonist der europäischen Studioglas-Welt und gleichzeitig ein erfolgreicher Glashütten-Betreiber war. Mit der Ausstellung «Ars Vitraria Helvetica» gibt das Glasmuseum Frauenau einen eindrucksvollen Einblick in die eidgenössische Glaskunst. Zu sehen ist eine enorme Bandbreite an künstlerischen Ideen und ausgefeilten Techniken. Mit ihrer Ausstellung «Frauen Reisen – Lebens- puren graviert in Glas» lenkt Alexandra Geyermann den Fokus auf vergessene Frauenfiguren. In ihren Gravuren erzählt die Künstlerin Geschichten von Frauen, die aufbrechen, unterwegs sind, sich verändern und ihren eigenen Weg finden.
Der Schwäbisch-Fränkische Wald war über Jahrhunderte hinweg ein bedeutendes Zentrum der Glasherstellung. Insgesamt 27 Glashüttenstandorte sind im heutigen Naturparkgebiet nachgewiesen. Die Geschichte des Waldglases erhält nun einen festen Platz im Naturparkzentrum Murrhardt (Baden-Württemberg). Nach dem großen Erfolg der Wechselausstellung im Jahr 2024 finden die Exponate aus der Sammlung von Thomas Denzler nun eine dauerhafte Heimat. Die neue Dauerausstellung «Wunderbares Waldglas» präsentiert über 200 Objekte, darunter filigrane Trinkgläser, robuste Flaschen sowie historische Fensterscheiben und spannt einen eindrucksvollen Bogen von der Blütezeit der regionalen Glashütten im 15. Jahrhundert bis zu ihrem Niedergang im 19. Jahrhundert. Die Ausstellung verdeutlicht, wie eng die Glasherstellung mit
Die 1950er und 1960er Jahre gelten als eine Phase der großen kreativen Leistungen des Glases aus Murano. Innovative Tendenzen der Vorkriegszeit entfalteten ihre Blüte: Mit dem Gestalter Fulvio Bianconi nahm ein neuer Stil seinen Ausgang, der sich durch einen spontanen und ironischen Umgang mit dem Material auszeichnet. Zugleich gelangte das handwerkliche Vermögen der muraneser Glasmacher zu atemberaubenden Ergebnissen. Die Objekte eines Archimede Seguso bestechen durch hohe Komplexität. So beschreiben die jetzt in der Ausstellung „tradizione e innovazione“ in der Glashütte Gernheim gezeigten Objekte das Spannungsfeld zwischen überlieferter Technik und den durch die Impulse der zeitgenössischen Kunst entwickelten Linien der muraneser
Glassjam ist ein offenes Kollektiv von acht jungen Künstlerinnen und Künstlern, die durch den Werkstoff Glas verbunden sind. Seit 2020 hat sich die Gruppe zu einem lebendigen Netzwerk entwickelt, das auf Austausch, gegenseitige Inspiration und Weiterentwicklung setzt. Vielfältige künstlerische Praktiken und kulturelle Hintergründe aus Japan, Tschechien, Polen, Schweden und Deutschland prägen die Bandbreite der Ansätze. In den vergangenen fünf Jahren entstanden fünf Ausstellungen, die den Dialog zwischen bildender Kunst und experimenteller Formgebung anregen. Zum fünfjährigen Bestehen arbeitet Glassjam erstmals gemeinsam an einer Installation. Das neue Projekt verbindet Glas, Klang und das Wechselspiel von Interpretation und Reaktion zu einer kollektiven Arbeit
Im Jahr 1972 entstand beim damaligen Bürgermeister von Frauenau, Alfons Hannes, dem Künstler Erwin Eisch und dem Glashüttenmeister Helmut Schneck die Idee, in einem ehemaligen Sägewerk ein kommunales Museum aufzubauen. Damit wurde der Grundstein für das heutige Staatliche Glasmuseum Frauenau gelegt. Mit Visionen und viel Leidenschaft setzten die Beteiligten ihr Wunschprojekt um und konnten dieses mit der Eröffnung 1975 schließlich zum Leben erwecken. «Damals konnte noch keiner ahnen, wie gut sich das Glasmuseum über die Jahre entwickeln würde,» resümiert Museumsleiterin Karin Rühl.
Das Museum und Glasstudio Baruther Glashütte hat am 16.03.2025 die Ausstellung «Glashütten und Glasmacher. Zeugnisse eines Kulturerbes.» eröffnet. Gezeigt werden Objekte aus der Sammlung Birgit+Dieter Schaich (München). Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Katalog begleitet, der von dem Sammlerehepaar erstellt wurde.
Am 10.10.2025 findet die Preisverleihung des SNUFF GLASS AWARDs im Haus zur Wildnis in Ludwigsthal/Bayerischer Wald statt. Der jetzt ausgeschriebene Wettbewerb gilt für die Fachrichtungen: Glasmachen und Glasblasen, Schmelztechniken, Malen, Schleifen, Gravur, Flachglasveredelungen und Glasdesign. Die eingereichten Arbeiten müssen selbst entworfen und umgesetzt sein und es können maximal zwei Arbeiten eingereicht werden.
Es gebe nichts Interessantes mehr, hört man gelegentlich in Glaskreisen, was die bevorstehende Ausstellung im Glasmuseum Frauenau widerlegen dürfte. Ab dem 26.01.2025 zeigt das Museum Neuerwerbungen der Sammlung Birgit + Dieter Schaich aus München zum Thema Formglas – das Meiste noch nicht publiziert und vieles mit einem Blick über den nationalen Tellerrand hinaus. Die Ausstellung ist in zwölf Themenbereiche gegliedert. Neben den einzelnen Formgruppen Becher, Krüge und Kannen, Kelchgläser und «Alpenländische» Flaschen werden gläserne Exponate aus Haushalt, Alchemie und Pharmazie gezeigt. Eigene Kapitel widmen sich unter anderem Funden aus oberbayerischen Seen und Glas aus Allgäuer Glashütten des 17. bis 19. Jahrhunderts. Zur
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