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    Photoserie: Glasmuseum Grünenplan 2015

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    Glasmuseum Grünenplan 2015

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    Glasmuseum Grünenplan 2015

01.02.2019
Ilmenau

Kunstglas der 1950er Jahre aus dem Thüringer Wald

Die noch bis zum 03.03.2019 laufende Sonderausstellung des GoetheStadtMuseums in Ilmenau beleuchtet einen speziellen Zweig der Zierglasherstellung: Schwarzglasprodukte aus dem Thüringer Wald. Die umfangreiche Sonderausstellung stellt Schwarzglasvasen von neun verschiedenen Herstellern vor. Durch die Präsentation der Privatsammlung von Thomas Müller kann ein besonderes Thema regionaler Glasgeschichte erstmals sichtbar gemacht werden. In der Ausstellung sind mehr als 125 Vasen mit 110 verschiedenen Mustern aus Schwarzglas zu bewundern. Von Böhmen ausgehend entwickelte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Zierglasproduktion, die nicht mehr darauf abzielte, in erster Linie feines klares Glas herzustellen, sondern farbigen Gläsern den Vorzug gab. So entstand unter anderem das Schwarzglas. Nach dem zweiten Weltkrieg wanderten deutschstämmige Fachkräfte aus dem Sudetenland nach Thüringen aus und brachten ihre Kenntnisse zur Farbglasherstellung und Veredlung mit in die neue Heimat. Zum Repertoire ihrer Produktpalette gehörten auch Schwarzglasobjekte. Sie wurden vor allem in den 1950er und 1960er Jahren in Wasungen, Meiningen, Arnstadt, Zella-Mehlis und Ilmenau hergestellt. Die Dekore in Email-, Silber- und Goldmalerei entsprechen dem Geschmack der Zeit. Vielfach handelt es sich um geometrische, eher abstrakte Motive. Die Formen lehnen sich zum Großteil noch an die Vorbilder der 1920er und 30er Jahre an.

08.01.2019
LWL-Industriemuseum

Sonderverkauf in der Glashütte Gernheim

Vom 12.01. bis 27.01.2019 verkauft das LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim in Petershagen Stücke aus der eigenen Produktion. Es handelt sich um Gebrauchsglas und kleinere Kunstwerke, Prototypen und Unikate. Der Sonderverkauf findet zu den regulären Öffnungszeiten (dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr) im Museum statt. Vor dem Besuch im Museumsshop können Gäste des LWL-Museums beobachten, wie die Glasobjekte am Ofen im Turm entstehen und wie sie in der Schleiferei weiterbearbeitet werden.

28.12.2018
Leuchten der Moderne

Glasproduktion im Licht des Bauhauses

Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums des Bauhauses stellt das LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim in Petershagen Beleuchtungsglas der Moderne in einer Überblicksausstellung vor. Die Ausstellung schlägt den Bogen von den technischen Voraussetzungen – wie hitzebeständigem Glas und Elektrizität – über die Formkonzepte des Bauhauses bis hin zu den Gestaltungen der sogenannten Neuen Sachlichkeit. Die Präsentation der Leuchten – allesamt seltene, vielfach nie gezeigte Objekte aus Museen und Privatsammlungen – wird begleitet von zeitgenössischen Fotos, Werbematerial, Katalogen und Entwurfszeichnungen. Die Ausstellung öffnet am 10.02.2019 und läuft bis zum 25.10.2019.

18.12.2018
Deutsches Glasmalerei-Museum

Stabwechsel in Linnich

Im Deutschen Glasmalerei-Museum Linnich kündigt sich ein Stabwechsel an: Nach 13 Jahren als Museumsdirektorin wird Dr. Myriam Wierschowski zum Ende des Jahres ihre Tätigkeit im Museum auf eigenen Wunsch beenden. Neue Museumsdirektorin wird Luzia Schlösser, die das Haus zum 01.01.2019 übernehmen wird. Schlösser leitet bereits seit 15 Jahren das Burgenmuseum Nideggen und wird zukünftig für beide Museen verantwortlich sein.

18.12.2018
Glasmuseum Boffzen

Schließung

Das Glasmuseum Boffzen wird mit großer Wahrscheinlichkeit geschlossen. Wie der Vorstand des Freundeskreises Glas e.V., dem in der Vergangenheit die ehrenamtliche Leitung des Museums im südniedersächsischen Landkreis Holzminden oblag, mitteilte, wurde der Mietvertrag für das bisherige Museumsgebäude, einer Fabrikanten-Villa aus dem späten 19. Jahrhundert, zum Jahresende 2019 gekündigt. Der Freundeskreis Glas hatte sich bereits vor einigen Monaten aus der Leitung des Museums zurückgezogen, nachdem ein Konzept für die dringend benötigte Renovierung und Neukonzeption des Hauses an der Mitfinanzierung durch die Kommune gescheitert war. Zwischenzeitlich hat eine neue Gruppe ehrenamtlich Tätiger die Leitung des Hauses übernommen und mit mehreren Ausstellungen zu nicht-glasbezogenen Themen dem Haus ein anderes Profil gegeben. Dem Vernehmen nach soll das Museums-Inventar zum Thema Glas im kommunalen Archiv eingelagert werden. Die Gemeinde Boffzen blickt auf eine mehrhundertjährige Glastradition zurück und ist bis heute ein wichtiger Standort für die deutsche Glasindustrie.

17.12.2018

Themenportal Brandenburgisches Glas geht online

Das Themenportal „Brandenburgisches Glas. Produktionsvielfalt vom 16. bis zum 18. Jahrhundert“ ist online. Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) und des Potsdam Museums – Forum für Kunst und Geschichte.

Brandenburgische Gläser gelangten im Laufe der Jahrhunderte in zahlreiche öffentliche und private Sammlungen. Die meisten von ihnen sind derzeit nur eingeschränkt oder gar nicht zugänglich. Ziel des Forschungsprojektes ist es, alle Produkte brandenburgischer Glashütten bis zum 18. Jahrhundert zu klassifizieren und digital an einem Ort sichtbar zu machen. Dieser Ort ist das Themenportal „Brandenburgisches Glas“ auf der Plattform „museum digital“, das nun mit zunächst ca. 220 Objekten online gegangen ist (https://direct.museum-digital.de/Brandenburgisches_Glas).

Im Portal werden die Kenntnisse über das Kulturerbe brandenburgisches Glas gesammelt und erweitert. Zudem werden einfache Gebrauchsgläser, Flaschen und Bodenfunde eingepflegt. Die Bestandsaufnahme über viele Sammlungen hinweg ermöglicht es, zeitgenössische Sortimente, prägnante Stilarten und individuelle Handschriften der Manufakturen und Meister zu dokumentieren. Alle Objektinformationen werden von der Glasexpertin Verena Wasmuth (Berlin) geprüft, gegebenenfalls korrigiert oder erweitert und dann in Absprache mit dem jeweiligen Eigentümer online gestellt. Jedes Glas erhält einen ausführlichen beschreibenden Text, der das Objekt klassifiziert und kontextualisiert. Da ein Großteil der Gläser bisher unpubliziert ist, erhält die Forschung starke und neue Impulse.

Eine Vielzahl namhafter Partner spiegelt das große Interesse an diesem Projekt. Dank gilt den Partnern der Pilotphase, dem Glasmuseum Hentrich in Düsseldorf, der Stiftung Stadtmuseum Berlin sowie dem Kunstmuseum Moritzburg in Halle/Saale. Alle drei Häuser übermittelten unkompliziert und bereitwillig Texte, Daten und fotografische Aufnahmen. Dank ihrer Initiative können der Forschung und der interessierten Öffentlichkeit mehr als 200, zum größten Teil unpublizierte Gläser dauerhaft zur Verfügung gestellt werden. Für die Beratung im Vorfeld danken wir der Zeitschrift der glasfreund und Privatsammlern.

Der Beginn des Projekts konnte dank einer großzügigen Spende der 2013 in der Stiftung „pro Sanssouci“ aufgegangenen Stiftung „Glasbrücke Berlin – Stiftung für europäische Glaskunst“ realisiert werden. Um weitere Glassammlungen einpflegen zu können, ist für das kommende Jahr ein Antrag an das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg zur Förderung der Digitalisierung kulturellen Erbes gestellt worden. Nach weiteren kurzfristigen Finanzierungsmöglichkeiten wird gesucht.

04.12.2018
100 Jahre Bauhaus

Gropius-Glaskathedrale in Amberg

Amberg besitzt eine Glaskathedrale. Es ist das einzige Bauwerk von Walter Gropius in der Oberpfalz und zählt zu den bedeutendsten Industriebauten des 20. Jahrhunderts. Die Glaskathedrale wurde von 1968 bis 1970 in der oberpfälzischen Stadt Amberg von Philip Rosenthal als Glaswerk der Firma Rosenthal erbaut. Heute firmiert es unter dem Namen Kristall-Glasfabrik Amberg GmbH. Das Stadtmuseum Amberg widmet dem 100-jährigen Jubiläum der Bauhausgründung und dem 50. Todestag von Walter Gropius die Sonderausstellung „Gropius, Bauhaus und Rosenthal in Amberg“. Die Ausstellung im Stadtmuseum läuft bis 17.03.2019 und beschäftigt sich mit dem Industriedenkmal, dem Erbauer und der Firma Rosenthal. Gezeigt werden in Amberg produzierte Erzeugnisse aus Glas, Unikate, aber auch Objekte aus der Studio-Linie, limitierte Glasteller und Design-Objekte. www.stadtmuseum-amberg.de

28.11.2018
Ausstellung in Chartres

Thierry Boissel zeigt Lichtwand

Im Rahmen der Ausstellung „Bilder und Licht – Zeitgenössische Glasmalerei in Frankreich 2015-2019“ im Zentrum für internationale Glaskunst in Chartes zeigt Thierry Boissel (München) ein Musterfeld seiner „Lichtwand“ für die neue Kirche in Montigny-lès-Cormeilles, nordwestlich von Paris. Die Austellung in Chartres wird am 07.12.2018 eröffnet und läuft bis Ende 2019. www.centre-vitrail.org/fr/

16.11.2018
01.12.2018 - 06.01.2019

Christbaumschmuck im Glasmuseum Wertheim

Das Glasmuseum Wertheim zeigt ab dem 01.12.2018 wieder seine mehr als 100 Jahre alte Christbaumschmuck-Sammlung aus Thüringen und Gablonz und erinnert damit an die Herkunft der Wertheimer Laborglasindustrie aus Thüringen. Dort entwickelte sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts aus der anfänglichen Herstellung von Perlen, Früchten und Hohlglastieren für die Modeschmuck- und Spielzeugindustrie eine florierende Christbaumschmuckindustrie. An über 1000 weihnachtlichen Figuren und Kugeln kann der Besucher die Entwicklung Christbaumschmuckindustrie in Thüringen nachvollziehen. In der Museumswerkstatt lädt der Museumsglasbläser die Besucher ein, sich ihre eigene Christbaumkugel vor der heißen Flamme zu blasen.

Photo: Krippe von Kristian Klepsch, um 1980 (Foto: Gisela Plewe)

16.11.2018
Ausstellung 18.11.2018 bis 31.03.2019

Mexikanischer Maximalismus: Einar und Jamex de la Torre

Die Werke von Einar und Jamex de la Torre sind unorthodox, farbenprächtig, von extravaganter Gestalt und in jedem Fall Aufsehen erregend. Das Glasmuseum Frauenau widmet den beiden Brüdern jetzt eine Sonderausstellung. Einar und Jamex de la Torre leben und arbeiten in San Diego/Kalifornien und Ensenada/Mexiko. Sie zelebrieren in ihrer Kunst ihre unverkennbare mexikanische Herkunft. Sie zollen der Straßenkunst Mexikos mit ihren berühmten Wandmalereien ebenso Tribut wie den ikonographischen Vorbildern aus der aztekischen Hochkultur des Landes. Unverwechselbar sind die Wurzeln in der mexikanischen Volkskunst sowie die Bildwelten aus der Popkultur und der christlichen Religion. In Frauenau zeigen die de la Torres unter dem Titel Mexikanischer Maximalismus“´ sowohl Skulpturen wie auch digital bearbeitete Wandbilder, die mit Glasobjekten versehen sind und so zu Mixed-Media-Installationen werden.

03.11.2018
Handwerksmuseum Deggendorf

Werkschau Franz X. Höller

Das Handwerksmuseum Deggendorf präsentiert vom 20.11.2018 bis zum 10.03.2019 eine „Franz X. Höller Werkschau Glas“. Der 1950 geborene Glaskünstler gilt als Meister des Schliffs und der Gravur in Kombination mit neuen Formen. Zur Eröffnung der Ausstellung am 18.11.2018 führt der Direktor der Kunstsammlungen auf der Veste Coburg, Dr. Sven Hauschke, in das Werk Höllers und in die Werkschau ein.

01.11.2018
17.-24.11.2018

Martin Potsch - Vasen und Glasobjekte

Der Münchner Designer Martin Potsch zeigt vom 17.-24.11.2018 in seinem Atelier (Pariser Straße 25) neue Vasen und Glasobjekte. Präsentiert werden die aktuellen Arbeiten des Sommers 2018, die in Zusammenarbeit mit der Glashütte Gernheim und dem Glasmachermeister Korbinian Stöckel entstanden. www.martinpotsch.de

29.10.2018
Sonderschau in Neuglabonz

GLASZAUBER - Schmuck und mehr

Die Sonderschau GLASZAUBER zeigt vom 22.10.2018 bis zum 15.03.2019 Schmuck aus und mit Glas aus den Werkstätten der Gablonzer Industrie. Schmucksteine aus Glas werden in Neugablonz bei Kaufbeuren in kunstvoller Handarbeit hergestellt. Dauerhaft präsentiert die Erlebnisausstellung der Gablonzer Industrie vor allem Modeschmuck in vielen Farben und Stilrichtungen.

02.10.2018
Internationalen Sommerakademie Bild-Werk Frauenau

5. Benefiz-Auktion

Zum fünften Mal lädt das Bild-Werk Frauenau am 03.11.2018 zu einer Benefiz-Auktion ein. Renommierte Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt sind der Bitte des Bild-Werks um Unterstützung nachgekommen und haben 83 Kunstwerke in Glas, Malerei, Druckgrafik und Skulptur gespendet. Damit tragen sie zur Zukunftssicherung der fest in der Region verankerten Non-Profit-Organisation bei, die seit 30 Jahren die Welt des Studioglases mit der Bildenden Kunst verbindet. Die gespendeten Kunstwerke sind so vielfältig und facettenreich wie die Internationale Sommerakademie Bild-Werk Frauenau. Zur Versteigerung kommen Tuschezeichnungen von Christian Schmidt und Aquarelle von Erwin Eisch, eine Bronzefigur von Peter Hermann und ein mundgeblasenes Glasgefäß von Rike Scholle.
Viele der Auktionsobjekte sind in dem schöpferischen Umfeld der Akademie entstanden, und spiegeln das für das Bild-Werk typische interdisziplinäre und grenzüberschreitende Miteinander wider; so beispielsweise eine der Graalglasskulpturen, die aus der spontanen Zusammenarbeit des schwedischen Glasmachers Micke Johansson mit dem tschechischen Glasgraveur Jaroslav Šara in der diesjährigen Frühjahrsakademie hervorgegangen ist. Auch der gläserne Heißluftballon, den die US-amerikanische Künstlerin Kit Paulson in diffiziler Handarbeit eigens für die Auktion angefertigt hat, ist diesen Sommer im Lampenglasstudio des Bild-Werks entstanden. Download des Auktionskatalogs und Neuigkeiten zur Auktion unter: www.bildwerkfrauenau.de

02.10.2018

Blaues Glas in Ebeltoft

Unter dem Titel BLAU präsentiert das Glasmuseum Ebeltoft (DK) noch bis zum 31.03.2019 Objekte aus der eigenen Sammlung sowie Werke von Zora Palová (Slovakei), Ilja Bílek (Tschechien), Julius Weiland (Deutschland) und Lars Widenfalk (Schweden). Die Farbe Blau hat eine lange Tradition in der Glasmacherkunst. Zunächst aus natürlichem Lapislaszuli gewonnen, kann das intensive Farbpigment seit dem frühen 19. Jahrhundert auch künstlich hergestellt werden. Blau spielt in der Kunstgeschichte eine besondere Rolle und im Glas kommt die Farbe besonders intensiv zur Geltung.
Bis zum 29.12.2018 zeigt das dänische Glasmuseum parallel die charakteristischen Wikingerboote aus Glas und Holz des dänischen Künstlerpaares Nanna Backhaus Brown und Andrew Brown. Beide arbeiten seit 1993 zusammen und verbinden traditionelle venetianische Glastechniken mit der Ästhetik und Formgebung Skandinaviens. www.glasmuseet.dk

18.09.2018
Call for Papers

Ina-Ising-Preis 2020

Die Stiftung Historisches Gebrauchsglas hat jetzt zum dritten Mal den mit 1.000,00 Euro dotierten Ina-Ising-Preis für 2020 ausgeschrieben. Die kürzlich im Alter von 99 Jahren verstorbene Ina Ising war Hochschullehrerin an der Universität Utrecht sowie Kuratorin der Archäologischen Sammlung der Provinciaal Utrechts Genootschap van Kunsten & Wetenschappen und genoss hohes internationales Ansehen. Bis zum 01.01.2020 können Beiträge eingereicht werden, die sich dem historischen Glas und seiner Erforschung widmen. Die Beiräge können in niederländischer, englischer oder deutscher Sprache eingereicht werden, sollten maximal 3.500 Wörter umfasssen, fundiert und gut verständlich sowie noch nicht publiziert sein. Weitere Informationen über glasprijs@hethistorischgebruiksglas.nl oder Het Historische Gebruiksglas, Rotterdamse Rijweg 190, 3042AV Rotterdam, Niederlande. Am 03.11.2018 vergibt die Stiftung den Ina-Ising-Preis des Vorjahres im Rahmen eines Symposiums im Reichsmuseum für Altertümer in Leiden. (http://www.hethistorischgebruiksglas.nl/?lang=de)

07.09.2018
Ilmenau

Die dunkle Pracht - Kunstglas der 1950er Jahre aus dem Thüringer Wald

Die neue Sonderausstellung des GoetheStadtMuseums Ilmenau beleuchtet einen speziellen Zweig der Zierglasherstellung: Schwarzglasprodukte aus dem Thüringer Wald. Von Böhmen ausgehend entwickelte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Zierglasproduktion, die nicht mehr darauf abzielte, in erster Linie feines klares Glas herzustellen, sondern farbigen Gläsern den Vorzug gab. So entstand unter anderem das Schwarzglas. Genau genommen ist dieses Glas jedoch nicht schwarz, sondern dunkelviolett. Es wird mit Mangan so eingefärbt, dass eine nahezu opake Oberfläche entsteht.Nach dem zweiten Weltkrieg wanderten viele deutschstämmige Fachkräfte aus Tschechien nach Thüringen aus und brachten ihre Kenntnisse zur Farbglasherstellung und Veredlung mit in die neue Heimat. Zum Repertoire ihrer Produktpalette gehörten auch Schwarzglasobjekte. Sie wurden vor allem in den 1950er und 1960er Jahren in Wasungen, Meiningen, Arnstadt, Zella-Mehlis und Ilmenau hergestellt. Die Dekore in Email-, Silber- und Goldmalerei entsprechen dem Geschmack der Zeit. Vielfach handelt es sich um geometrische, eher abstrakte Motive. Die Formen lehnen sich zum Großteil noch an die Vorbilder der 1920er und 30er Jahre an. Die umfangreiche Sonderausstellung des GoetheStadtMuseums Ilmenau stellt Schwarzglasvasen von neun verschiedenen Herstellern vor. Durch die Präsentation der Privatsammlung von Dr. Thomas Müller aus Telgte kann ein besonderes Thema regionaler Glasgeschichte erstmals sichtbar gemacht werden. Die Ergebnisse langjähriger Recherchen werden in einer Broschüre vorgestellt. In der Ausstellung sind mehr als 125 Vasen mit 110 verschiedenen Mustern aus Schwarzglas zu bewundern.Die Ausstellung wird am 04.11.2018 eröffnet und läuft bis zum 03.03.2019.

07.09.2018
Glasmuseum Rheinbach

50 Jahre - 50 Gläser

Die Ausstellung 50 Jahre – 50 Gläser zählt zu den zentralen Projekten des Jubiläumsjahres in Rheinbach. Die Ausstellung zeigt anhand von Schlüsselwerken die Entwicklung der Sammlung des Glasmuseums Rheinbach seit seiner Gründung vor 50 Jahren. Die Ausstellung erzählt die mit den Themen Flucht, Vertreibung und Neuansiedlung eng vergnügte Geschichte des Glases in Rheinbach. Die Ausstellung wird am 23.09.2018 eröffnet und läuft bis zum 13.02.2019.

05.08.2018
Kunstsammlungen der Veste Coburg

Hedwigsglas gehört zu den 100 Heimatschätzen Bayerns

Das Coburger Hedwigsglas gehört jetzt zu den „100 Heimatschätzen Bayerns“. Dabei handelt es sich um 100 ausgewählte Exponate aus Museen des Freistaates, die symbolhaft für seine Kultur stehen. Das Heimatministerium und das Kunstministerium hatten mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen und dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege zu einem Wettbewerb aufgerufen, an dem sich rund 300 Einrichtungen mit mehr als 600 Ausstellungsstücken beteiligt hatten.
Das Hedwigsglas entstand wohl in Syrien im frühen 11. Jahrhundert als profanes Luxusgut. Möglicherweise gelangte es nach der Plünderung von Konstantinopel im Jahr 1204 in den Westen. Sein Name bezieht sich auf die Hl. Hedwig (1174 – 1243), der Herzogin und Landespatronin von Schlesien und Polen. Eine Legende berichtet, dass sich in ihrer Gegenwart in einem solchen Glas Wasser zu Wein gewandelt habe. Das Coburger Hedwigsglas gehörte nach alter, überzeugender Überlieferung der Hl. Elisabeth von Thüringen (1207 – 1231), der früh verstorbenen Nichte Hedwigs. Als Elisabeth-Reliquie verehrt, kam es spätestens 1469 in den Besitz der Herzöge von Sachsen. Mehrfach ersuchten schwangere Prinzessinnen aus dem Hause Sachsen, aus dem Glas trinken zu dürfen. Aufgrund der wundertätigen Wirkung erhofften sie sich eine sichere Geburt. Unter Kurfürst Friedrich dem Weisen ist das Glas 1507 im so genannten Wittenberger Heiltum nachgewiesen, einer Sammlung Tausender in Gold und Silber gefasster Reliquien. Nach der Ausbreitung der Reformation und der Auflösung des Reliquienschatzes gelangte das Glas wahrscheinlich als Geschenk von Kurfürst Johann dem Beständigen an Martin Luther. Luther, der im Jahr 1530 während des Augsburger Reichstages sechs Monate auf der Veste Coburg weilte, kann als Bewahrer des Hedwigsglases bezeichnet werden. Auf der Veste Coburg wurde das Hedwigsglas als solches erst im Jahr 1910 identifiziert. Es muss aus der Sammlung der Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha stammen, unklar ist jedoch, wie das Objekt dorthin gelangte.

05.08.2018
Ausstellung Alter Hof Herding

Glas und Licht

Glaskunst aus Europas ältester Glasfachschule Kamenický Šenov (Steinschönau) wird derzeit im Glasmuseum Alter Hof Herding der Ernsting Stiftung in Coesfeld-Lette gezeigt. Präsentiert werden Arbeiten von Absolventen und Lehrern der Schule, die den hohen künstlerischen und handwerklichen Anspruch der Einrichtung zeigen. Die Ausstellung läuft noch bis zum 06.01.2019.

04.07.2018

Harzkristall zeichnet finnisches Designer-Duo aus

Der mit insgesamt 3.500 Euro Preisgeld dotierte zweite Glasdesign-Wettbewerb der Gerhard Bürger Stiftung und der Glasmanufaktur Harzkristall stieß in diesem Jahr auf eine beachtliche Resonanz. Über 50 Studierende aus Deutschland, Polen und Finnland nahmen an dem Wettbewerb teil. Die Sieger der diesjährigen Ausschreibung kommen aus Finnland: Das Designer-Duo Jukka Hokkinen und Heikki Konu haben in ihrem Projekt „Orbit“ aus nur einer Form verschiedene Objekte gefertigt. Mit diesem smarten Entwicklungsprozess konnten sie die Fachjury überzeugen. Bis Ende September werden alle Projekte in der Hütte in Derenburg präsentiert. www.harzkristall.de

04.07.2018
Zwiesel

Symposium für Glasdesign und Glasarchitektur

Das Netzwerk Glas veranstaltet am 12. und 13. Oktober 2018 zusammen mit der Glasfachschule Zwiesel und bayern design ein Symposium zum Thema „Glasdesign und Glasarchitektur“. Das Symposium stellt wegweisende Entwicklungen moderner Glasarchitektur und industrieller Produktgestaltung für Wirtschaftsglas aber auch zeitgemäßes Design auf der Basis handwerklicher Fertigung vor. Die kostenfreie Veranstaltung an der Glasfachschule Zwiesel (Fachschulstraße 15-19, Zwiesel) gibt Designern und Architekten, Künstlern und Kunsthandwerkern Impulse für ihre Arbeit mit Glas und vernetzt Kreative mit Unternehmen. Ein Weintasting mit Hüttenabend und Betriebsbesichtigungen runden das Veranstaltungsangebot ab. Weitere Infos und Anmeldung unter: www.arberland-regio.de/glas

29.06.2018
Ausstellung

Glanzlichter des DDR-Konsums im Europäischen Flakon-Museum

Das Europäische Flakonmuseum in Kleintettau gewährt mit einer Preview-Sonderausstellung (13.05.2018 – 28.04.2019) einen Einblick in die über 2.000 Objekte umfassende Schenkung der Sammlung Monika Jürgens-Winefeld. Die Auswahl präsentiert „Glanzlichter des Alltagskonsums“ aus der früheren DDR. Allen Vorurteilen zum Trotz präsentiert sich die ostdeutsche Werbewelt der 1950er und 1960er Jahre mit Witz und Charme, bunt und einfallsreich. Ab 2019 wird die Schenkung als neue Dauerausstellung gezeigt.

22.06.2018
Freilichtmuseum Hessenpark

Themenwochende Glasherstellung

Am 30.06. und 01.07.2018 dreht sich im Freilichtmuseum Hessenpark alles um das historische Glasmacherhandwerk im Taunus. Schauplatz des Themenwochenendes ist die Hofanlage aus Anspach in der Baugruppe Rhein-Main mit der Dauerausstellung „Waldglashütten im Taunus“. Die Leiterin des Historie-Arbeitskreis-Glashütten, Ingrid Berg, wird um 11.00 Uhr, 14.00 Uhr und 15.00 Uhr durch die Ausstellung führen und Einblicke in die frühneuzeitliche Glasherstellung bieten. Nach den Führungen werden jeweils kurze Filme zur Geschichte des Glases gezeigt. Vor Ort zeigen verschiedene Vorführungen und Mitmachaktionen den Besuchern, wie Glasverarbeitung funktioniert und was man aus dem Wertstoff alles herstellen kann: Vor Ort sind der Glasbläser Hans Harder, die Glasperlenmacherin Susanne Niebergall und erstmals der Frankfurter Familienbetrieb „Glasmalerei Schillings“. Darüber hinaus stehen am Sonntag zum Tag der Deutschen Imkerei zwei Führungen auf dem Programm, die spannende Informationen rund ums Thema Bienen vermitteln.

23.04.2018
LWR-Amt für Bodendenkmalpflege

25. Tag der Archäologie

Das Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland veranstaltet am 02.06.2018 seinen 25. Tag der Archäologie. Veranstaltungsort ist die Gemeinde Titz, Ortsteil Höllen, Ehrenstrasse 14-16. Von dort fahren Pendelbusse zu einer aktuellen Grabung im Rheinischen Braunkohlenrevier. Die Veranstaltung informiert über aktuelle Projekt und präsentiert Techniken der experimentellen Archäologie. Die der breiten Öffentlichkeit gewidmete Veranstaltung präsentiert die Arbeit der rheinischen Archäologie erlebnisorientiert und ortsnah. Weitere Informationen www.archaeologie-stiftung.de

19.03.2018
Glasfachschule Zwiesel

Zwieseler Fachschulkolloquium 2018

Auf dem 34. Zwieseler Fachschulkolloquium an der Glasfachschule Zwiesel (07.-08.05.2018) referieren in diesem Jahr Prof. Lothar Wondraczek von der Universität Jena über die Forschungen seines Instituts zum Einsatz von Glas als Energiespeicher und Energiewandler in intelligenten Fassaden sowie Dr. Alexander Stoppa von der Irlbacher Blickpunkt Glas GmbH über Bedieneroberflächen aus Glas und Designfragen. Dr. Johann Overath vom Bundesverband Glasindustrie schildert die aktuelle Branchensituation. Einen weiteren Schwerpunkt der Tagung bilden die Themen Energieeffizienz und Umwelttechnik. www.glasfachschule-zwiesel.com

19.03.2018
Verkaufsausstellung

Glas sammeln. Leidenschaft leben und loslassen.

Glas sammeln. Leidenschaft leben und loslassen.
Ab 23.03.2018 bis Ende Juni wird in der Eisch Glas Galerie in Frauenau die Sammlung von Monika Buhl-Müller und Klaus Bock ausgestellt und verkauft. „Damit leben und dann früh genug loslassen könne. Das haben wir gewollt“, sagen die Sammler, die München verlassen, um an die Ostsee zu ziehen. Galeristin Sissi Zizlsperger hatte die spannende Idee, nicht nur die rund 200 Objekte der Glassammlung auszustellen, sondern eine Lebensumgebung mit ausgewählten Vitrinen, Möbeln, Bildern und sonstigem Interieur zu zeigen. Interessierte finden unter www.vebquerstrom.de eine Vorschau auf die zum Verkauf kommenden Objekte (Preise zwischen 25 und 17.500 €) sowie viele dokumentarische Glaskünstlerfilme, die das Sammlerehepaar geschaffen hat. Für den 23. März um 18.00 Uhr laden Galeristin und Sammler zur Vernissage. www.eisch-glas-galerie.de

19.03.2018
Wagenfeld-Stiftung Bremen

Jahresausstellung der Wagenfeld-Stiftung widmet sich der Transparenz

Jahresausstellung widmet sich der Transparenz

„Welt aus Glas. Transparentes Design“ heißt die große Jahresausstellung 2017/18 der Wilhelm Wagenfeld Stiftung in Bremen (noch bis zum 22.04.2018). Die Ausstellung nimmt Bezug auf die Transparenz-Euphorie zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Bruno Taut entwarf 1914 ein Aufsehen erregendes Glashaus und hoffte, das „neue Glas-Milieu“ könne die Menschen verändern. Wilhelm Wagenfeld entwirft in den 1930er Jahren Haushaltsgerät für die „gläserne Küche“. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kommen technische Geräte mit transparentem Gehäuse auf den Markt und enthüllen Schaltkreise und Transistoren. Der Wunsch, sich von der materiellen Welt zu befreien, hat in der abendländischen Kultur eine lange Tradition. Dass dieses Thema im 20. Jahrhundert im Alltag angekommen ist, zeigt die Ausstellung an zahlreichen Beispielen. Zeitgleich mit der Begeisterung für durchsichtige Materialien regte sich schon früh Kritik am Ideal der Transparenz. Heute wird dieses Unbehagen mit dem Begriff des gläsernen Bürgers umschrieben. Die Bremer Wagenfeld-Ausstellung will diese ambivalente Haltung zum Transparenzideal thematisieren. www.wilhelm-wagenfeld-stiftung.de

28.02.2018
Glashütte Gernheim

Le forme del vetro - Glas des frühen 20. Jahrhunderts aus Murano

Mit einer Ausstellung zum Glas des frühen 20. Jahrhunderts aus Murano (08.04. – 07.10.2018) knüpft die Glashütte Gernheim in Petershagen an die 2014 gezeigte Schau zum venezianischen Glas des 19. Jahrhunderts an. Die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts gelten als erfolgreichste und innovativste Phase der Glasproduktion Muranos. Die damaligen Hütten, Maestri und Entwerfer gehören heute zu den Klassikern der Glasgestaltung. Vertreten ist ein repräsentativer Querschnitt der Hütten und Designer, die diese Jahrzehnte prägten.

28.02.2018
Glastage in Zwiesel

Frieden und Freiheit 1918 - erkämpft, diktiert, erträumt - 1968

Der Leitgedanke für die diesjährigen Zwieseler Glastage (04.08. – 03.10.2018) basiert auf zwei wichtigen historischen Ereignissen: Vor 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg. Auch das Jahr 1968, das Jahr des Aufbruchs und der Proteste, soll nach 50 Jahren in den Fokus rücken. Glaskünstler, die an der Internationalen Glaskunstausstellung in Zwiesel teilnehmen möchten, können sich noch bis zum 15.04.2018 anmelden. Im Zwieseler Waldmuseum stehen insgesamt 600 Quadratmeter Ausstellungsfläche für die Teilnehmer bereit. Über die Aufnahme der eingereichten Werke entscheidet eine Fachjury.

28.02.2018
Glasmuseum Rheinbach

NRW-Stiftung fördert Bau eines römischen Glasofens

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung stellt einen Zuschuss in Höhe von 13.000 Euro für den Bau und die Präsentation eines römischen Glasofens in Rheinbach zur Verfügung. Bau und Inbetriebnahme des Schmelzofens sind Teil der diesjährigen Jubiläumsveranstaltungen rund um das 50jährige Bestehen des Rheinbacher Glasmuseums. Mit dem neuen Schmelzofen können kleine bis mittelgroße formgeblasene Gefäße, Anhänger, Perlen oder auch Fensterglas hergestellt werden. Der Ofen soll auf einer transportablen Unterlage errichtet und später dauerhaft im überdachten Teil des Himmeroder Hofes untergebracht und dort mithilfe einer Medienstation in Szene gesetzt werden. Unterstützung gibt es von der Rheinbacher Glasfachschule, deren Lehrer und Schüler sich ehrenamtlich für das Projekt engagieren.

28.02.2018
Glasmuseum Frauenau

Wiedereröffnung der Schaefer-Stiftung

Das Glasmuseum Frauenau präsentiert ab dem 24.03.2018 die Schaefer-Stiftung in einer neuen Präsentation. Heiner Schaefer hat für die wesentlich erweiterte Ausstellung von Schnupftabakgläsern eine neue Auswahl zusammengestellt. Gezeigt wird nun nahezu das gesamte Spektrum dieser in Form und Farbe sehr mannigfaltigen Gläser. Die Ausstellung umfasst frühe Gläser aus dem Bayerischen Wald und Böhmen bis hin zu Tabakglas-Kunstwerken der Moderne. Parallel zur neuen Präsentation der Studiensammlung gibt es eine Begleitausstellung, die unter dem Titel „Repliken und Fälschungen“ ein besonderes Licht auf die Historie der Tabakgläser wirft. www.glasmuseum-frauenau.de

28.02.2018

Jagd und Glas in Baruth

Das Museum Baruther Glashütte zeigt vom 18.03.–24.06.2018 die Sonderausstellung «Jagd und Wald – Gläser spiegeln Kultur und Technik». Gläser mit Jagd- und Waldmotiven sind Ausdruck einer engen Abhängigkeit und kulturellen Verbindung zwischen Glashütten und Grundherren. Adlige Gründer der Glashütten waren über lange Zeiträume die wichtigsten Abnehmer von Luxusgläsern, die gerne mit waidlichen Dekoren versehen sein durften. Waren doch die Standes- und Grundherren meist passionierte Jäger.Im Historismus wurde Waldglas nostalgisch nachgeahmt und auch gegenwärtig erfreuen sich Landhausgläser mit einem grünen Farbstich größerer Beliebtheit. Ebenso widmen sich Künstler und Designerinnen der Beziehungsgeschichte von Holz und Glas, indem sie die Materialien bewusst kombinieren und die Verwendung von Holz im Herstellungsprozess auch beim fertigen Objekt sichtbar halten. Die Glashütter Sonderausstellung «Jagd, Wald und Glas» vermittelt mit ausgewählten Waldgläsern, Schnittgläsern mit waidlichen Motiven, Sondergläsern, historischen Text- und Bildquellen sowie Werkzeugen eine spannende Beziehungsgeschichte, welche unserem Zeitalter regenerativer Energien einen historischen Spiegel vorhält. Informationen zur Ausstellung unter www.museumsdorf-glashuette.de

28.02.2018
Glasmuseum Spiegelberg

Wein trifft Glas

Das Glasmuseum Spiegelberg (Württemberg) zeigt ab dem 18.03.2018 eine Ausstellung zur Entwicklung der deutschen Weinflasche in fünf Jahrhunderten. Präsentiert werden rund 360 Weinflaschen aus Süddeutschland, der Schweiz und Österreich. Zur Eröffnung spricht Degenhard May aus Bad Kreuznach zum Thema «Die Weinflasche – Zur Geschichte eines Kulturgutes». Konzipiert und gestaltet wurde die Flaschenschau von Dieter Schaich und Christoph Pusl aus München. Die Ausstellungsstücke, darunter seltene Flaschen und die dazugehörigen Trinkgefäße, stammen zumeist aus süddeutschen Privatsammlungen. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation. Im Beiprogramm werden Winzer aus der Region ihre Produkte präsentieren und zur Verkostung anbieten. Weitere Informationen zur Ausstellung sowie zu den Terminen des Begleitprogramms unter www.glasmuseum-spiegelberg.de

28.02.2018
Kunstsammlungen Veste Coburg

Glassammlung auf der Veste umfassend neugestaltet

Ab dem 19.04.2018 erstrahlt die Schausammlung Historisches Glas auf der Veste Coburg in neuem Glanz. Nach umfassender Sanierung verwandelt sich die Eingangshalle zum ehemaligen Kongressaal im Carl-Eduard-Bau in eine Schatzkammer für die fragilen Schönheiten aus fünf Jahrhunderten. Im Europäischen Museum für Modernes Glas in Rödental beginnen die Sonderausstellungen am 04.05.2018 mit der Keramikwerkstatt „Lehm und Lehm lassen“. Die 1977 in Frauenau im Umfeld von Erwin Eisch gegründete Werkstatt verstand sich als freies Selbstverwirklichungsprojekt, dessen origineller Name gleichsam Programm war. Im Mittelpunkt einer Präsentation von Werken der damals aus Kindern und Jugendlichen bestehenden Gruppe und den Werkstattleitern Robert Strini und Peter Kobbe stehen phantasievolle Marionettenfiguren. Ab dem 08.06.2018 widmet sich eine Schau dem Schaffen des Berliner Künstlers Julius Weiland  (*1971). In immer neuen Varianten verschmilzt Weiland gleichförmige Glasstäbe und Objekte aus Glas im Keramikofen miteinander, wodurch die an sich seriellen Einzelelemente ein neues Spannungsverhältnis eingehen.

28.02.2018
Sonderausstellung in Paderborn

Inszenierung in vier Jahreszeiten von Jean-Paul Raymond

Unter dem Titel „Fürstliches Glas – Die gläserne Wunderkammer“ treffen im Museum im Marstall in Paderborn derzeit die historischen Barockgläser der Sammlung Nachtmann auf die Glasobjekte von Jean-Paul Raymond. Der französische Künstler hat sich intensiv mit dem barocken Schliff und Schnitt der Glaspokale aus der Sammlung beschäftigt. In einem kreativen Prozess entstanden Glasstelen und Glasobjekte, die neue Perspektiven auf die Gläser der vergangenen Epochen eröffnen. Das Ganze fügt sich zu einer gläsernen Wunderkammer mit einem sehr intensiven Erlebniswert. Die Ausstellung gliedert sich nach den Jahreszeiten in vier Teile. Noch bis zum 4. März ist der Teil Winter zu sehen. Dann folgen die Teile Frühling (23.03.-27.05.2018), Sommer (15.06.-26.08.2018) und Herbst (14.09.-02.12.2018). www.schlosspark-paderborn.de/Ausstellungen/Museen-und-Sammlungen/Sammlung-Nachtmann-im-Marstall

12.02.2018
Ausstellung in der Alexander Tutsek-Stiftung

Das Andere Sehen

Unter dem Titel „Das Andere Sehen“ zeigt die Alexander Tutsek-Stiftung in München vom 26.01. bis zum 29.06.2018 zeitgenössische Skulpturen aus Glas von internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Viele zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler haben die Magie der Materialien wiederentdeckt. Sie arbeiten mit Stoffen, die eher dem Handwerk zugeordnet werden, dem Nützlichen oder dem Dekor. Die Ausstellung geht der Frage nach, was Künstler am Werkstoff Glas interessiert. Die ausgewählten Arbeiten von Tony Cragg, Mona Hatoum, Ki-Ra Kim, Raimund Kummer, Alejandra Seeber, Kiki Smith, Pae White sind Werke von besonderer Qualität und kultureller Bedeutung. Bei aller Unterschiedlichkeit fügen sich die 13 Arbeiten zu einer Erzählung: die im Raum schwebenden „Speech Bubbles“ (2014) aus geblasenem Glas der argentinischen Künstlerin Alejandra Seeber, das „Gespräch unter drei Augen“ (1990) von Raimund Kummer oder das Paar „Listeners“ (2015) des britischen Künstlers Tony Cragg, die Wandarbeit „Glass Feathers“ (2015) der koreanischen Künstlerin Ki-Ra Kim, der „Korb V“ (2014) mit zwei roten zellenförmigen Gefäßen von Mona Hatoum variieren das Thema der Ausstellung. Zu den herausragenden Arbeiten der Ausstellung zählen „Ashen“ (2010) von Kiki Smith aus New York, deren gläserne Blumen aus einer Holzskulptur wachsen, sowie die tiefblauen spiegelnden Glas-Bricks, aus denen die in Los Angeles lebende Pae White eine Mauer baut („Overserved“, 2017). www.atstiftung.de

Abbildung: Kiki Smith, Sainte Geneviève and the Deer, 1999, Eingebrannte Malerei auf Glaspasten. Sammlung Alexander Tutsek-Stiftung

15.01.2018
Europäisches Museum für Modernes Glas

Neuer Museumsführer und Online-Datenbank

Zu den Beständen des Europäischen Museums für Modernes Glas in Rödental liegt jetzt ein neuer, gedruckter Führer wie auch ein aktualisierter Online-Katalog vor. In der Reihe „Museumsstück“ des Deutschen Kunstverlages erschien zum Jahreswechsel ein kompakter Rundgang durch die Sammlung des Museum in Rödental. Begleitet von 110 teils doppelseitigen Farbabbildungen stellt der Kurator der Glassammlung, Dr. Sven Hauschke, herausragende Objekte der Dauerausstellung vor. Gleichzeitig versteht sich die Publikation als Einführung in das Thema Modernes Glas. Ein Schwerpunkt liegt auf Erwerbungen der letzten Jahre. In 13 Kurzkapiteln werden die mit den Coburger Glaspreisen verbundene Sammlungsgeschichte skizziert, die Anfänge der Studioglasbewegung thematisiert, einzelne Herstellungstechniken erläutert und unterschiedliche Objektgruppen in den Fokus gerückt. Acht Länder und Regionen, in denen wichtige Glasarbeiten entstanden sind und die zur Entwicklung der Studioglasbewegung Bedeutendes beigetragen haben, werden mit ihren Charakteristika vorgestellt. Aktualisiert und deutlich erweitert steht seit kurzem die über die Website des Museums abrufbare Studioglas-Datenbank zur Verfügung. In insgesamt 974 Datensätzen wird nahezu der gesamte Objektbestand an Modernem Glas mit Bild, Maßen, Datierung, Informationen zur Technik, zum Künstler und zum Erwerb vorgestellt.

Sven Hauschke: Das Europäische Museum für Modernes Glas. Ein Rundgang durch die Sammlung. Deutscher Kunstverlag, Reihe „Museumsstück“, Berlin – München 2017, 144 S., 110 farbige Abbildungen; ISBN 978-3-422-02446-5; im Versand € 14,90, an der Museumskasse € 9,80.

Studioglas-Datenbank des Europäischen Museums für Modernes Glas: http://www.kunstsammlungen-coburg.de/europaeisches-glasmuseum-sammlungen-online-glas.php

08.01.2018
Europäisches Museum für Modernes Glas

Abendführung zum Thema Glasmalerei

Das Europäische Museum für Modernes Glas in Rödental besitzt einen kleinen Bestand an Glasbildern und Glasmalerei-Objekten, der durch einige wichtige Neuerwerbungen zu einer durchaus repräsentativen Sammlung angewachsen ist. Während der ersten Abendöffnung im neuen Jahr wird Museumsleiter Sven Hauschke am Mittwoch, dem 10.01.2018 um 18:30 Uhr in einer Sonderführung ausgewählte Objekte der Glasmalerei vorstellen und in dieses zur Zeit aktuelle Thema einführen. www.kunstsammlungen-coburg.de

 

 

04.01.2018
Design für Alle

Pernille Bülow im Glasmuseum Ebeltoft

In vielen dänischen Haushalten gehören Entwürfe der dänischen Designerin und Glaskünstlerin Pernille Bülow zur Grundausstattung. Mit der Glasserie „Schach“, den „Wolkenlampen“ oder ihren „gequetschten Vasen“ setzt die Künstlerin seit mehr als drei Jahrzehnten ihr Programm „Design für Alle“ um. Jetzt widmet ihr das Glasmuseum Ebeltoft (Dänemark) eine Ausstellung (20.01.-08.04.2018). „Glas ist ein faszinierendes Material,“ sagt die Künstlerin, „der Kontrast zwischen flüssigem und und formbaren Werkstoff sowie dem erkalteten und harten Glas inspiriert mich zu immer neuen Design-Ideen.“ Seit 1989 führt die Künstlerin auf der Insel Bornholm ein eigenes Studio. Die Ausstellung im Glasmuseum Ebeltoft ist die dritte einer Reihe, in der bedeutende Glaskünstler des Landes unter dem Motto „Mapping Denmark“ vorgestellt werden. www.glasmuseet.dk

30.08.2017
Neue Ausstellung im Potsdam Museum

Gläserne Welten. Potsdamer Glasmacher schneiden Geschichte

Das Potsdam Museum präsentiert seit dem 27.08.2017 die Ausstellung „Gläserne Welten. Potsdamer Glasmacher schneiden Geschichte“. Die Sonderausstellung umfasst knapp 100 Exponate von 23 institutionellen und privaten Leihgebern sowie der hauseigenen Sammlung. Die Ausstellung setzt an im Jahre 1674 mit Kurfürst Friedrich Wilhelm, der eine Glashütte in Drewitz unweit von Potsdam gründete und damit mehr als ein rein wirtschaftliches Kalkül verfolgte. Die Gründung war Teil des Konzeptes, das „Eyland [zu] eine[m] Paradies“ zu gestalten. Dieses Vorhaben bezog alle Lebensbereiche des Hofes mit ein, und dazu gehörte Glasproduktion in der Nähe der Stadt. Um ihre Konkurrenzfähigkeit zusichern, holte der Kurfürst erfahrene Glasmeister aus anderen Kurfürstentümern sowie dem Ausland nach Potsdam. 1678 erfuhr Friedrich Wilhelm von einem Alchemisten am sächsischen Hof, der dort erfolgreich Phosphor herstellte und auch in der Glaskunst nicht unbewandert war. Der Kurfürst warb Johann Kunckel ab und initiierte damit eine kurze aber nachhaltige Blütezeit der Glasproduktion in Potsdam. Kunckel gewann mit der Neuerfindung des Goldrubinglases die ausdrückliche Wertschätzung des Großen Kurfürsten, der dem Alchemisten die Pfaueninsel zur Errichtung eines Labors für ungestörte Glasexperimente schenkte. Kurz zuvor hatte Friedrich Wilhelm eine zweite Glasmanufaktur in Potsdam gegründet, die noch näher am Stadtschloss lag: Die Hütte auf dem Hakendamm unweit des heutigen Potsdamer Hauptbahnhofs. Die zugewanderten Hofglasschneider führten die Potsdamer Hütte zu einer Blüte. Sie stellten feine Kristallgläser her, die sich durch Härte und durchscheinende Klarheit auszeichneten. Begleitend zur Ausstellung gibt das Potsdam Museum einen Katalog im Imhof-Verlag heraus, der acht Essays sowie einen umfangreichen Katalog- und Abbildungsteil enthält. Ausstellung und Publikation widmen sich nicht nur dem Großen Kurfürsten und Johann Kunckel, sondern auch den frühen brandenburgischen Glashütten in Grimnitz und Marienwalde. Die ausgestellten Gläser, Archivalien und sonstigen Exponate werden gruppiert nach den Themenfeldern, Johann Kunckel und das Rubinglas, Wappen und Herrschaft, Jagd und Militär, Ornament und Mythologie, Scherzgläser und Prachtpokale sowie kobaltblaue Gläser. Die Ausstellung wird durch ein umfassendes Begleitprogramm aus Kuratorenführungen, Exkursionen, Konzerten und Vorträgen ergänzt. Das ausführliche Programm ist unter www.potsdam-museum.de einsehbar.

 

23.08.2017
Vortrag zu Wilhelm Wagenfeld

Von der Utopie zur Vollendung

Bestecke, Trinkgläser oder Vasen – Dinge, die wir täglich brauchen – müssen künstlerisch geformt werden: Das meinte Wilhelm Wagenfeld, Bauhaus-Absolvent und bedeutender Formgestalter. Er prägte mit seinen Entwürfen die Nachkriegszeit: Seine Salz- und Pfefferstreuer „Max und Moritz“ von WMF standen auf vielen Esstischen. Ebenso seine Glasentwürfe, von denen einige aktuell im Glasmuseum Boffzen zu sehen sind. In den 1950er Jahren wurde die Glas-Produktion rationeller und automatischer. Wie gelangt es Wagenfeld, sich dieser Herausforderung zu stellen? Dies beleuchtet der Vortrag von Dr. Angelika Steinmetz-Oppelland am Mittwoch, dem 06.09.2017 um 19.00 Uhr im Schlosscafé der Porzellanmanufaktur Fürstenberg (Niedersachsen). Die Kunsthistorikerin forscht seit Jahren zur Nachkriegsgeschichte  des Glasdesigns. Sie betont: „Zu der Zeit gilt es endgültig, die künstlerische Formgestaltung aus der Epoche der Manufakturbetriebe in eine von automatischer Produktion, Rationalisierung und internationalem Wettbewerb geprägte Industrieproduktion zu überführen.“ Das Material Glas habe für Wilhelm Wagenfeld eine zentrale Rolle gespielt.

23.08.2017
Ausstellung in Nové Město

Studio Zu zweit - Alias Zu zweit geht's besser

Die Horácká Gallery in Nové Město na Moravě (www.horackagalerie.cz) präsentiert vom 07.09.2017 bis zum 09.12.2017 die erste gemeinsame Ausstellung des Ehepaares Martina und František Janák. Die Austellung trägt den Namen „Studio Zu zweit“. Die Werke der Künstler entstehen in enger Zusammenarbeit und trotzdem bleiben sie charakteristisch für jeden einzelnen. František Janák ist bekannt für seine geschmolzenen und geschliffenen Glasplastiken. Martina Janák hat sich erst kürzlich der Glaskunst zugewandt.

23.08.2017
Alter Hof Herding

Glas aus Belgien

In der neuen Ausstellung des Glasmuseums Alter Hof Herding in Coesfeld-Lette präsentieren 14 Studenten und Absolventen des Instituut voor Kunst en Amacht – IKA – ihre Arbeiten. Mit der Ausstellung (02.09.2017 bis 07.01.2018) will die Ernsting Stiftung die Entwicklung der 1985 ins Leben gerufenen Glasklasse des IKA vorstellen. Kandidaten aus verschiedenen Ländern, darunter auch bereits ausgebildete Künstler zieht es nach Mechelen in Belgien, um sich in der inspirierenden und innovativen Atmosphäre der jungen Einrichtung weiter zu entwickeln. Das IKA ist für seine fundierte technisch-handwerkliche Ausbildung international bekannt. Gelehrt werden alle wesentlichen Disziplinen der Glaskunst.

27.07.2017
Finnisches Glas der Gegenwart

Jaakko Liikanen und Joonas Laakso am Ofen der Glashütte Gernheim

Zur Finissage der Ausstellung „Finnisches Glas der Gegenwart“ im LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim kommen die beiden Künstler Joonas Laakso und Jaakko Liikanen nach Petershagen und zeigen den Besuchern am Ofen ihre Arbeitsweise. Der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) lädt ein, den beiden Finnen am Samstag (05.08.2017) und Sonntag (06.08.2017) während der Öffnungszeiten des LWL-Industriemuseums von 10.00 bis 18.00 Uhr) über die Schulter zu schauen. Jaakko Liikanen gilt als einer der bedeutendsten finnischen Glasmacher seiner Generation. Nach seiner Ausbildung zum Glasmacher arbeitete er für die Glashütte in Riihimäki. Bis zur Gründung seines eigenen Studios im Jahr 1994 arbeitete er für viele große Glashütten in Finnland. Er entwarf eigene Objekte, setzte aber auch regelmäßig Stücke und Serien für Designer um. 2010 übernahm die Kooperative „Lasismi“ das Studio. Zu der Gruppe junger Glasmacher und Designer gehört auch Joonas Laakso. Er arbeitet seit 2010 als Assistent von Liikanen. Während Liikanen in der Tradition des finnischen Glases verwurzelt ist, experimentiert Laakso mit Formen und Farbkompositionen oder löst ihre Konturen durch Gravur auf.

 

 

25.07.2017
Akademie der Bildenden Künste München

Jahresausstellung 2017

Die diesjährige Jahresausstellung der Akademie der Bildenden Künste in München (23.07.-30.07.2017) präsentiert in der Studienwerkstatt für Glasmalerei, Licht und Mosaik Werke von Daniel Huss, Henriette Olbertz-Weinfurter, Michaele Tkadlecek und Neringa Vasiliauskaite sowie von Garance Arcadias und Lina Zylla.

25.07.2017
Glashütte Gernheim

Wirkkala-Ausstellung verlängert

Das LWL-Museum Glashütte Gernheim in Petershagen verlängert die Ausstellung mit Objekten des finnischen Designers Tapio Wirkkala bis zum 27.08.2017 wegen des anhaltend großen Publikumsinteresses. Die durch das Finnische Glasmuseum kuratierte Ausstellung führt Objekte aus vielen Sammlungen zusammen: Die Collection Kakkonen sowie die Tapio Wirkkala Rut Bryk Stiftung und das Finnische Glasmuseum selbst steuerten die Exponate bei. Neben klassischen Glasobjekten sind auch Wirkkalas Entwürfe für die Porzellanmanufaktur Rosenthal zu sehen.

13.07.2017
Wettbewerb

Harzkristall lobt zweiten Designpreis aus

Die Gerhard Bürger Stiftung und die Glasmanufaktur Harzkristall schreiben für das Jahr 2017/18 erneut einen Glasdesign-Wettbewerb aus. Studierende der Fachrichtung Design können sich bis zum 15. Dezember 2017 mit einem Objekt bewerben. Das Thema des neuen Wettbewerbs lautet: „House of Glass – Neue Anwendungen für ein altes Material“. Aufgabe an die Teilnehmer ist es, „innovative Anwendungsmöglichkeiten von Glas für die unterschiedlichen häuslichen Bereiche, inklusive des Außenbereichs“ zu finden und zu gestalten.  Der Wettbewerb wird durch eine fachkundige Jury begleitet, die in einem zweistufigen Prozess den Sieger auswählt. Die Glasobjekte, die es in die zweite Auswahlrunde schaffen, werden von Anfang Mai 2018 bis Ende September 2018 in der Glasmanufaktur Harzkristall ausgestellt. Der Wettbewerb ist mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro für den Gewinner dotiert. Der Sieger hat zudem die Möglichkeit, für zwei Wochen in der Glasmanufaktur an eigenen Ideen und Projekten zu arbeiten.

04.07.2017
Jubiläum

Grimnitzer Glastage

Die Grimnitzer Glastage in Jochachimsthal (Brandenburg) finden in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. Vom 01.08. bis zum 06.08.2017 werden täglich zwischen 11.00 bis 17.00 Uhr Schauvorführungen verschiedener Techniken der Glasverarbeitung und Glasveredelung angeboten. Am 04.08.2017 findet die Grimnitzer Glasnacht ab 19.00 Uhr mit Sondervorführungen, Gastroniomie und Musik statt. An den vom Förderverein Grimnitzer Glashütten e.V. organisierten Glastagen nehmen erneut zahlreiche renommierte Glaskünstler und Glaskünstlerinnen teil. Dazu zählen: Michael Drews (Lauscha), Barbara Ebner von Eschenbach (Berlin), Wiebke Matthes (Berlin), Tino Müller (Lauscha), Jan Vyscocil (Tschechien), Hyong Min (Südkorea), Valentin Zanella (Grafenau) sowie Klaus Kroner, Marit Schreiber-Bartsch, Christian Bressler, Maximilian Schlott und Ulrich Precht (Lauscha).

22.06.2017
Ausstellung

Glasmuseum Hadamar präsentiert Josef Welzel

Das Glasmuseum Hadamar widmet dem Glaskünstler, Lehrer und Forscher Josef Welzel anlässlich seines 90. Geburtstages eine Sonderausstellung. Eröffnung ist am 24.06.2017.

Der 2014 verstorbene Künstler zählt zu den international renommiertesten Experimental- Archäologen seiner Generation, darüber hinaus war er ein vielseitiger Glaskünstler und Designer. Als Fachlehrer für Glasgestaltung an der Glasfachschule Hadamar von 1963 bis

1992 und im Teilzeitunterricht noch bis zum Jahre 2006 prägte Welzel als Graveur und Schleifer sowie als Gestalter ganze Generationen von Schülern. Neben Gravur und Schliff wirkten seine formgeschmolzenen Glasobjekte wegweisend. Durch seine vielseitige Ausbildung entwickelte er sich zum Plastiker, zum Erforscher der antiken Glaskunst und zum Graveur mit weltweiter Anerkennung.

Mehrere Jahrzehnte hat sich Josef Welzel der Rekonstruktion antiker Luxusgläser vornehmlich aus römischer Zeit verschrieben. Seine Rekonstruktionen wurden sowohl von Seiten der Wissenschaft gewürdigt wie auch als überragende handwerkliche Leistungen gelobt. Im Zentrum Ausstellungseröffnung am 24.06.2017 in der Aula des Schlosses Hadamar stehen Musik- und Redebeiträge des Sohnes Lothar Welzel.

Das Buch zum Künstler unter www.prometheus-verlag.de

22.06.2017
Call for Papers

Glastag 2017 im Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz

Der jährliche Informationsaustausch zwischen Archäologen und Glasforschern findet in diesem Jahr am 21.10.2017 im Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz (RGZM) statt. Die ganztägige Veranstaltung beginnt um 10.00 Uhr im Vortragsraum des RGZM (Ernst-Ludwig-Platz 2, 55116 Mainz). Die Veranstalter bitten bis zum zum 31.08.2017 um Vorschläge für 20-minütige Vorträge oder Kurzmeldungen zu prähistorischen, antiken, mittelalterlichen oder neuzeitlichen Glasfunden – insbesondere zu aktuellen Ergebnissen und aus laufenden Projekten oder Abschlussarbeiten. Anmeldeschluss für die Teilnahme ist der 01.10.2017. Kontakt: glastag@gmx.de

14.06.2017
Ausstellung

Glas 4

Der Münchner Künstler Martin Potsch stellt am 08.07.2017 in seinem Atelier in München/Haidhausen seine neuesten Glasobjekte sowie erstmals die dazugehörigen Entwurfszeichnungen aus. Die Ausstellung beginnt um 19.00 Uhr im Atelier des Künstlers. Adresse: Pariser Straße 25, 81667 München

12.06.2017
Glasmuseum Hentrich

Der große Durst - Emailgläser aus der Sammlung Dr. Schicker

Das Glasmuseum Hentrich in Düsseldorf stellt vom 16.06.-08.10.2017 rund 50 Emailgläser aus der Sammlung des Berliner Arztes Dr. Hans-Jürgen-Schicker aus. Unter dem Titel „Der große Durst“ wird ein hochwertiger Querschnitt der Emailglaskunst vom späten 16. bis zum 18. Jahrhundert präsentiert. Deutsche Emailgläser der Renaissance- und Barockzeit bieten, so Museumsleiter Dedo von Kerssenbrock-Krosigk „ein Fenster in die vormoderne Welt Mitteleuropas“. Der vom Sammler zusammengestellte und bearbeitete Katalog dokumentiert die intensive Beschäftigung mit den ausgestellten Objekten, bis hin zu einer detaillierten Provenienz-Forschung.

12.06.2017
Ausstellung in Rödental

Lampenglas lampwork - Neue Blicke auf eine traditionelle Technik

Das Europäische Museum für Modernes Glas in Rödental bietet erstmals einen Überblick über aktuelle Tendenzen im Bereich Lampenglas und präsentiert in einer Sonderausstellung vom 28.4.2017 bis zum 12.11.2017 Arbeiten von 70 internationalen Künstlern und Kunsthandwerkern aus den zurückliegenden 50 Jahren. Beim Lampenglas werden farblose und farbige Glasstäbe und Glasröhren mit heißer Flamme am Tischbrenner zu Objekten, Gefäßen und Skulpturen verarbeitet oder im Ofen miteinander verschmolzen beziehungsweise verformt. Diese Technik besitzt seit mehr als zweihundert Jahren Tradition, vor allem im Südthüringer Raum. Klassiker sind figürliche Arbeiten sowie Hohlgefäße in Faden- und Montagetechnik. In jüngster Zeit hat jedoch ein starker Wandel eingesetzt, der aufgrund von neuen technischen Möglichkeiten, komplexen inhaltlichen Konzepten und skulpturalen Ansätzen sowie gesellschaftsrelevanten Themen zu spannenden Arbeiten geführt hat. Lampenglas ist inzwischen eine in der ganzen Welt verbreitete Technik. Diese Entwicklung, die auch von den nunmehr acht Coburger Workshops für Lampenglas angeregt wurde, lässt sich in der Ausstellung an über 70 regionalen und internationalen Arbeiten und teils großformatigen Installationen ablesen. Ausgewählte Leihgaben und die umfangreichen Bestände der Coburger Sammlung belegen die hohe Qualität und Vielfalt dieser traditionellen Technik. Der 9. Coburger Workshop für Lampenglas findet mit international renommierten Künstlern am 28. und 29.10.2017 statt.

12.06.2017
Workshop

Glass matters. Die Berliner Galerie DER STURM und die Hinterglasmalerei der Moderne

Das Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Museum Penzberg – Sammlung Campendonk einen Workshop zur Hinterglasmalerei der Moderne. Der Workshop untersucht die Kontexte der Entstehungszeit erster moderne Hinterglasbilder in den beiden ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Schwerpunkt ist die Berliner Galerie DER STURM. Der Galerie und der gleichnamigen Zeitschrift kommt eine wichtige und bislang von der Forschung vernachlässigte Bedeutung für die Verbreitung der Hinterglasmalerei zu. Der Workshop findet statt am 23.06.2017 im Landesamt für Denkmalpflege in München (Hofgraben 4, Säulenhalle). Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen unter Email: susann.kuehn@gmx.de

25.04.2017

Das Künstlerpaar Martina Zilles und Detlef Tanz stellt derzeit (24.03.-28.05.2017) Werke im Glasmuseum Rheinbach aus und präsentiert einen Querschnitt des gemeinsamen Schaffens. Martina Zilles arbeitete nach Aus- und Fortbildung über viele Jahre als Malerin und widmete sich dann über ihre Kontakte zu Detlef Tanz dem Material Glas. ln seiner Werkstatt realisierte sie eigenständige, häufig großformatige Arbeiten, wobei einerseits ihre Experimentierfreude dem Glas neue Ausdrucksmöglichkeiten abrang, andererseits ihre Prägung als Malerin weiterhin künstlerisch produktiv blieb. Detlef Tanz konnte bereits vor 25 Jahren  im Glasmuseum Rheinbach seine erste Einzelausstellung durchführen  Schon damals kombinierte er Glas mit anderen Materialien. Haptisch und optisch erkennbare Spuren der oft kräftezehrenden Bearbeitung und Verformung des Glases vor dem Ofen waren für den Künstler nie Selbstzweck, sondern sind bis heute auch auf inhaltlicher Ebene sinnstiftend und oft von politischem Engagement getragen. Detlef Tanz ist an der Realisierung spektakulärer architekturgebundener Projekte beteiligt, zuletzt als Projektentwickler für die Beleuchtung der Elbphilharmonie in Hamburg.

 

25.04.2017
Ausstellung der Ernsting-Stiftung Alter Hof Herding

Stanislaw Borowski - Unter die Haut

Die Ernsting Stiftung Alter Hof Herding in Coesfeld-Lette präsentiert vom 13.05.-27.08.2017 Werke des polnischen Glaskünstlers Stanislaw Borowski. Im Zentrum der Ausstellung stehen Arbeiten aus der Rheinbacher Zeit, wo Borowski 1982 seine Karriere als Glaskünstler begann, sowie aus der Zeit, als Borowksi mit seinen Werken den amerikanischen Markt eroberte. Werke zahlreicher Weggefährten sowie seiner Söhne Pawel und Stani Jan bilden den Kontext zu der Werkschau des außerordentlich erfolgreichen Künstlers: 1944 in Frankreich geboren und in Polen aufgewachsen, fand Borowksi unter schwierigen Bedingungen seinen Weg zum Glas. Heute zählt er zu den renommiertesten Glaskünstlern der Welt und gilt als Meister der Gravur.

13.03.2017
Friederun Friederichs im Glaspavillon Rheinbach

Faszination Fundglas

Die Künstlerin Friederun Friederichs hat von der Malerei kommend im Künstlerbuch eine ihr eigene künstlerische Ausdrucksmöglichkeit gefunden. Vom traditionellen Buch in Codexform bis hin zu experimentell gestalteten Buch-Objekten gelingt ihr eine originelle Sichtweise auf die Buch- und Glaskunst. Seit 2010 arbeitet Friederun Friederichs mit vielfarbigem Fundglas, einem durchsichtigen bis opakem Material. Dafür sammelt sie an Stränden an Land gespülte Glasscherben. Die Künstlerin entwickelt mit dem Material Fundglas dreidimensionale Objekte mit Skulptur-Charakter, deren farbige im Sonnenlicht glitzernde Glasscherben wie kostbare Edelsteine gefasst sind. Vom 12.03. bis zum 26.03.2017 stellt die Künstlerin Werke im Glaspavillon Rheinbach an der Glasfachschule aus.

 

02.03.2017
Gernheim 19.03. - 06.08.2017

Tapio Wirkkala

Die Glashütte Gernheim in Petershagen widmet sich einem Klassiker des finnischen und europäischen Glasdesigns. Vom 19.03. – 06.08.2017 präsentiert das Industriemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe Werke von Tapio Wirkkala. Die vom finnischen Glasmuseum in Riihimäki kuratierte Schau führt Objekte aus vielen Sammlungen zusammen. Neben zahlreichen bekkannten Glasobjekten präsentiert die Ausstellung Wirkkalas Entwürfe für die Porzellanmanufaktur Rosenthal.

Tapio Wirkkala (1915-1985) gilt neben Alvar Aalto als einer der renommiertesten Designer und Architekten Finnlands. Seine Entwürfe, vor allem in Glas, Silber oder Porzellan, gehören zu den Klassikern des modernen Designs. Bekannt wurde Wirkkala vor allem als Glasdesigner. Für die Glashütte Iittala entwarf er Objekte aller Genres. Ab 1946 schuf Wirkkala hier viele seiner bekanntesten Modelle, so den „Pfifferling“ (Kantarelli). lm Jahr 1954 wurde Tapio Wirkkala künstlerischer Direktor der Glashütte Karhula-Iittala. Seit den 1960er Jahren kooperierte er mit einer der einflussreichsten Glashütten Muranos, Venini. Dort werden seine inzwischen klassischen Entwürfe heute noch ausgeführt. Wirkkala entwickelte auch für andere Materialien bahnbrechende Objekte, so arbeitet er mit der Gold- und Silberschmiede Kultakeskus oder dem Porzellanhersteller Rosenthal zusammen. An vielen seiner Entwürfe ist die Inspiration durch die finnische Natur deutlich abzulesen.

02.03.2017
Frauenau 26.3. - 08.10.2017

Japanisches Glas heute

Das Glasmuseum Frauenau widmet sich vom 26.03.- 08.10.2017 dem zeitgenössischen Glas aus Japan. Die Ausstellung setzt sich zum Ziel, dem ursprünglichen ästhetischen Empfinden Japans und seiner Künstler nachzuspüren. Die Künstler aus Tokyo, Toyama, Nagoya, Takayama und Hiroshima nehmen sich dem Thema Glas auf ganz japanische Weise an und schaffen Werke von besonderer fernöstlicher Faszination.

02.03.2017
Wolfenbüttel 11.03.-02.07.2017

Kostbarkeiten aus Sand und Asche

Das Schloss Museum Wolfenbüttel präsentiert vom 11.03.-02.07.2017 in der Ausstellung Kostbarkeiten aus Sand und Asche – entstanden im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel kostbare Gläser aus den Glashütten der Weserregion. Von geschliffenen und geschnittenen Pokalen für den Hof bis hin zu einfachen Gebrauchsgläsern und Flaschen wird das Spektrum der Glasproduktion im 18. und frühen 19. Jahrhundert im Weserdistrikt des ehemaligen Herzogtums Braunschweig Wolfenbüttel präsentiert. Mit rund 400 Gläsern aus öffentlichem und privatem Besitz stellt die Ausstellung eine der größten ihrer Art seit vielen Jahren dar. Einen besonderen Schwerpunkt setzt die Ausstellung mit neuen Forschungsergebnissen zum Braunschweiger Hofglasschneider Johann Heinrich Balthasar Sang. Außerdem werden mehrere repräsentative Spiegel, darunter ein frisch restaurierter, aus der Werkstatt Sangs ausgestellt. Als Ausstellung in der Ausstellung wird eine größere Anzahl von Pokalen und Gläsern aus den Hütten Osterwald/Amt Lauenstein sowie Altmünden/Hessen und Emde/Bistum Paderborn präsentiert, um die Glasregion des mittleren Weserraums umfassend darzustellen und um Vergleiche zu ermöglichen.

 

21.02.2017

Erster Stiftungstag in Baruth

Die Heimatstiftung Museumsdorf Glashütte in Baruth veranstaltet am 4.März 2017 (15.00-19.00 Uhr) ihren ersten Stiftungstag. Die Veranstaltung beginnt mit einer Kunstauktion in der Galerie Packschuppen, einer Weinverkostung und endet mit einer Museumstour und Glasofen-Vorführung. Der Kostenbeitrag von 70,00 Euro kommt der Heimatstiftung zu Gute. Information www.museumsdorf-glashuette.de

08.02.2017
13.-25.02.2017

Die Kunst des Glases in Oberhausen

Einen Rückblick auf die Geschichte der Glashütte Oberhausen gewähren derzeit Klaus und Karen Tyrna mit Stücken aus ihrer Sammlung. Die Glashütte Oberhausen produzierte vom 19. Jahrhundert bis 1979 Gebrauchs- und Kristallglas in der sonst vor allem für Eisen und Stahl bekannten Stadt des Ruhrgebietes. Ausgestellt wird eine Auswahl aus der 700 Exponate umfassenden Sammlung von Klaus und Karen Tyrna, dazu Bilder und Dokumente. Ausstellungsort ist das Einkaufszentrum BERO  (Concordiastraße) in Oberhausen. Führungen sind nach Anmeldung (Email: info@bero.de) möglich. Zur Ausstellung ist eine 32seitige Broschüre zur Geschichte der Oberhausender Glashütte erschienen.

06.02.2017

Zeichen des Lebens - Werke von Jörg F. Zimmermann

34 Werke des Glaskünstlers Jörg F. Zimmermann aus Uhingen sind vom 02.02. – 09.04.2017 im „Labor im Chor – Galerie für angewandte Kunst im Prediger“ in Schwäbisch Gmünd zu sehen.

06.02.2017

Wilken Skurk bei Lorch + Seidel in Berlin

Die Galerie Lorch + Seidel Contempory präsentiert vom 17.02 – 01.04.2017 Plastiken von Wilken Skurk unter dem Thema „Das Leichte im Schweren“. Skurk thematisiert in seinen Plastiken menschliche Emotionen wie Gewalt, Geborgenheit oder Nähe. Kennzeichnend für seine Werke sind Kontraste in Material und Komposition und ein rohes, ungeschliffenes Erscheinungsbild. Skurk stammt aus Dresden, war Meisterschüler von David Evison und lebt heute in Berlin.

 

09.01.2017
Europäisches Museum für modernes Glas in Rödental

Vom Sockel zur Wand

In der ersten Abendöffnung des europäischen Museums für Modernes Glas in Rödental erläutert Dr. Sven Hauschke das Phänomen, dass immer mehr Glasobjekte für eine Präsentation an der Wand gefertigt werden. Waren, so Hauschke, bis in die 1990er Jahre fast ausschließlich Vitrinenobjekte bekannt, finden sich seitdem auch Kunstwerke aus Glas, die als schwebende oder an der Wand zu montierende Objekte konzipiert werden. Im Rahmen der Sonderführung stellt Sven Hauschke verschiedene Wandobjekte vor. Die Sonderführung findet statt am 12.01.2017 in der Zeit von 17.00 bis 20.00 Uhr.

09.01.2017
Jörg F. Zimmermann in der Kulturmühle Rechberghausen

Faszination von Formen und Licht

Jörg F. Zimmermann (Uhingen) stellt  am 28. und 29.01.2017 Werke in der Kulturmühle Rechberghausen aus. Zimmermann hat die ausgewählten Werke unter das Motto Glaskunst: Faszination von Formen und Licht gestellt. Die Ausstellung findet gemeinsam mit dem Fotografen Giacinto Carlucci statt. Beide Künstler sind  zur Eröffnung am 22.01.2017 (14.00 Uhr anwesend.

09.01.2017
Ausstellung im Potsdam-Museum

Gläserne Welten – Potsdamer Glasmacher schneiden Geschichte

Im Herbst 2017 zeigt das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte die Ausstellung Gläserne Welten – Potsdamer Glasmacher schneiden Geschichte (27.08. – 26.11.207). Es handelt sich um die erste Sonderausstellung des Hauses, die sich speziell mit der Potsdamer Glashütte auseinandersetzt.

Die Ausstellung wird die Ausstrahlung der Potsdamer Hütte anhand ausgewählter kultur-, motiv- und wirtschaftsgeschichtlicher Fragestellungen untersuchen. Dank großzügiger Leihgaben von insgesamt 18 Museen, darunter den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, der Stiftung Museum Kunstpalast Düsseldorf – Glasmuseum Hentrich, dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg sowie zahlreicher Gläser aus Privatbesitz kann die Ausstellung mit einer breiten inhaltlichen Ausrichtung realisiert werden.

 

02.12.2016
Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Gefährliche Nachbarschaft: Wenn Glas Metall angreift

Am 20. Dezember 2016 um 19.00 Uhr referiert Prof. Dr. Gerhard Eggert, Stuttgart, über sein Forschungsgebiet Korrosion an der Kontaktzone von Glas und Metall im Deutschen Bergbau-Museum Bochum. Bei der Herstellung von Glas werden zur besseren Schmelzbarkeit alkalische Flussmittel wie Soda oder Pottasche zugesetzt. Bei der Reaktion historischer Gläser mit Luftfeuchtigkeit können sie wieder freigesetzt werden. Was bis vor Kurzem übersehen wurde: Wenn dann Metall in der Nähe ist, kann es in der Kontaktzone zu Korrosion kommen. An Kupfer-, Blei- und Zinklegierungen bilden sich dann besondere, oft unbekannte Korrosionsprodukte. Betroffene Objekte mit Glas-Metallkontakt sind Limousiner Emaille, Glasgemmen mit Metallfassungen wie am Quedlinburger Otto-Adelheid-Evangeliar, Rubingläser des Grünen Gewölbes mit Silbermontierung, Taschenuhren, verglaste Daguerreotypien, Schwarzwaldschäppeln mit Glaskugeln und -perlen auf Metalldrähten sowie Glaskrüge mit Zinndeckel. Am Deutschen Bergbau-Museum sind vor allem optische Instrumente mit Linsen oder Libellen in Metallfassung und bergmännisches Geleucht betroffen, wie ein aktu-elles Forschungsprojekt zeigt. Daher werden auch in Laborversuchen Schutzmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit getestet. Gerhard Eggert lehrt als Chemiker Objektrestaurierung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Seit 2006 erforscht er die glas-induzierte Metallkorrosion an Museums-Exponaten.

22.11.2016
Stiftung Historisches Gebrauchsglas

Ina-Isings-Preis zum zweiten Mal ausgelobt

Die Stiftung Historisches Gebrauchsglas schreibt zum zweiten Mal den Ina-Isings-Preis für glashistorische Beiträge aus. Beiträge werden erbeten bis zum 01.01.2018. Sie können in niederländischer, englischer oder deutscher Sprache eingereicht werden, sollten maximal 3500 Wörter umfassen und eine Erstveröffentlichung sein. Die mit renommierten Experten besetzte Jury wird unter den eingesandten Beiträgen einen Preisträger auswählen, der ein Preisgeld in Höhe von 1000,00 Euro erhält. Der 2016 erstmals ausgelobte Preis ist benannt nach Prof. Dr. Ina Isings, der ehemaligen Dozentin am Archäologischen Institut der Universität Utrecht. Kontakt: www.hethistorischgebruiksglas.nl oder per E-Mail unter glasprijs@hethistorischgebruiksglas.nl

16.11.2016
Galerie Handwerk München

Glas Now !

Die Münchener Galerie Handwerk stellt im Rahmen einer internationalen Glasausstellung unter dem Titel Glass Now! neueste Arbeiten von insgesamt 31 überwiegend jungen Glasgestaltern aus 14 Ländern vor, die im Bereich Gefäß, Glasobjekt und Installation arbeiten. Ziel der Ausstellung ist, die unterschiedlichen Techniken, künstlerische wie auch handwerkliche Qualitäten sowie die persönliche Handschrift der eingeladenen Gestalter zu präsentieren und dabei die vielfältigen Möglichkeiten zu veranschaulichen,die das Material Glas für künstlerisches Arbeiten bietet. Die Ausstellung ist noch bis zum 19.11.2016 geöffnet (Max-Joseph-Straße 4)

20.10.2016
Glasmuseum Rheinbach

Spuren in Glas - 28.10.2016 - 15.01.2017

Glas hat im Leben von Helga Feuser-Strasdas (D), Sabina Ramershoven (D) und Minna Tuohisto-Kokko (FIN) deutliche Spuren hinterlassen. Die Werke der drei Künstlerinnen haben den Weg in private und öffentliche Sammlungen gefunden oder sind als architekturgebundene Projekte im öffentlichen Raum erfahrbar. Ihre Skulpturen, Assemblagen und Glasbilder zeigen auf ihrer Oberfläche, manchmal in ihrem Innersten, ganz konkrete Spuren der Bearbeitung durch unterschiedliche Techniken: Schmelzen, Bemalen, Schleifen, Verbleien.

Helga Feuser-Strasdas wurde 1959 Rheinbach geboren, besuchte von 1975 bis 1978 die Staatliche Glasfachschule Rheinbach, wo sie zur Glasmalerin ausgebildet wurde. 1980 machte sie sich als freischaffende Künstlerin selbständig und eröffnete ihr Atelier in Wormersdorf. Sie arbeitet immer wieder mit Innenarchitekten und Künstlern zusammen, deren Entwürfe für architekturgebundene Projekte sie in Glas realisiert, so von Jörg Immendorf oder Martin Leo Bauer. Anregungen für ihre Arbeit entnimmt sie häufig Naturstudien, Naturformen und -strukturen.

Sabina Ramershoven wurde 1964 in Königswinter geboren und von 1985 bis 1988 an der Staatlichen Glasfachschule Rheinbach als Glasschleiferin und -ätzerin ausgebildet. 1992 folgte die Meisterprüfung. Im darauf folgenden Jahr machte sie sich mit eigenem Atelier selbständig. Seit 1997 ist sie Werkstattlehrerin der Staatlichen Glasfachschule in Rheinbach. Parallel dazu studierte sie von 2012 bis 2014 am Institut für Künstlerische Keramik und Glas in Höhr-Grenzhausen. Ihre Rolle als Lehrerin fasst sie als Wegbegleiterin der Schülerinnen und Schüler auf, wobei ihr die Interaktion und das Ringen um ein interessantes und vielschichtiges Ergebnis wichtig sind: Im Lauf des Unterrichts entstehen viele Musterstücke und Zufallsprodukte, die in der Wahrnehmung der Künstlerin reizvolle Seiten haben; daher sammelt sie diese Arbeiten und setzt sie neu zusammen.

Minna Tuohisto-Kokko (FIN) begann ihr Kunststudium 1986-87 an der Art School in Jutseno. Die Kunstschule von Liminka eröffnete ihr 1987-1989 den Zugang zur Glaskunst; 1993 bis 1995 studierte sie an der Kunst- und Design-Hochschule Helsinki. 2008 bis 2010 beschäftigte sie sich an der Kunst- und Design-Schule Ikaalinen mit Pâte-de-verre.
Minna Tuohisto-Kokko arbeitet seit 1989 als Glaskünstlerin und konzentriert sich auf die Glasmalerei. Die Künstlerin wohnt und arbeitet in Koskenkorva in Ilmajoki in Westfinnland und organiziert seit 2005 internationale Ausstellungen in ihrem Atelier.

Eröffnung der Ausstellung: Freitag, 28. Oktober 2016, 19.30 Uhr www.glasmuseum-rheinbach.de

30.09.2016
Ausstellung in der Galerie am Museum Frauenau

Glaserotika

„Freizügig“ geht es ab dem 03.10.2016 in der Galerie am Museum in Frauenau zu. Unter dem Titel Glaserotika widmet sich die Galerie dem Erotischen in der Glaskunst. Die von Klaus Bock und Sissi Zizlsperger zusammengestellte und organisierte Ausstellung öffnet einen weiten Blick auf die Erotik in der Kunst mit und aus Glas. Auch in der angeschlossenen Glashütte stellen Glaskünstler erotische Werke und Installationen aus. Die Verkaufsausstellung ist bis zum 26.11.2016 geöffnet. Informationen auch unter www.glaserotika.de

30.09.2016
Austellung und Tagung 2017

Gläserne Welten

Das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte widmet sich 2017 (27.08.-26.11.) dem historischen Glas und der Potsdamer Glasherstellung. Der Ausstellung geht eine Tagung (17.-18.02.2017) voraus. Das Museum nimmt ab sofort Redebeiträge zu den Themenfeldern Die Potsdamer Hütte im Vergleich, höfische Repräsentation, Fest und Vergnügen, Allegorie und Mythologie, Jagd und Militär sowie Gebrauchsglas entgegen. Abstracts (max. 500 Wörter) für Vorträge (max. 20 Minuten) sind zu richten an E-Mail: uta.kaiser@rathaus.potsdam.de

30.09.2016
Frauennau - 02.10.2016

Benefiz-Auktion in Frauenau

Für die diesjährige Benefiz-Auktion zu Gunsten der Internationalen Sommerakademie Bild-Werk Frauenau wurden insgesamt 100 Kunstwerke von 62 Künstlern aus 22 Ländern bereitgestellt. Etwa ein Drittel der Objekte wurde in den Frauenauer Studios hergestellt. Etwa die Hälfte der Stücke sind Glasobjekte, dazu kommen Gemälde, Druckgrafik, Skulpturen und Keramik. Die Auktion findet statt am 02.10.2016. Weitere Informationen sowie der Auktionskatalog unter www.bild-werk-benefit.de

29.09.2016
Ausstellung im Glasmuseum Frauenau

Die Mauders - eine Künstlerfamilie

Das Glasmuseum Frauenau präsentiert vom 09.10.2016 bis zum 05.03.2017 das Werk der Künstlerfamilie Mauders. Josef Mauders prägte als Direktor der Glasfachschule Zwiesel und als Glasdesigner eine ganze Epoche. Sein Bruder Josef machte sich in München einen Namen als Illustrator und Karikaturist. Die Söhne von Bruno Mauders, Hans und Walter, wurden zu renommierten Künstlern. Hans beschäftigt sich vornehmlich mit der Glasgravur. Walters Werk ist ausgesprochen vielseitig und erstreckt sich über die Glasgestaltung bis hin zur Malerei und Kunst im öffentlichen Raum. Die Ausstellung vermittelt eine breiten Überblick über das Familienwerk.

13.06.2016
Ausstellung in der Pinakothek der Moderne München 01.07. - 16.10.2016

MURANO. MILANO. VENEZIA. GLAS

Die Ausstellung der Neuen Sammlung konzentriert sich auf etwa 200 Objekte und dazugehörige Zeichnungen der Berliner Sammlung Holz, einer der weltweit bedeutendsten Privatsammlungen für Muranoglas. Damit findet erstmals in der Pinakothek der Moderne eine Ausstellung statt, die dem Muranoglas gewidmet ist.

Die internationalen Ausstellungen Triennale di Milano und Biennale di Venezia gehörten im 20. Jahrhundert zu den Gradmessern für Design und Kunst der Gegenwart. Weniger bekannt ist, dass in diesem Kontext auch Glas aus Murano gezeigt und ausgezeichnet wurde. Glashütten wie A.VE.M., Archimede Seguso, Barovier & Toso oder Venini hatten das jahrhundertealte Wissen um die verschiedensten Techniken wiederentdeckt und neu interpretiert. In ihren Arbeiten vereinigte sich das Geschick der Glasmachermeister mit dem künstlerischen Anspruch der Entwerfer zu außergewöhnlichen und einzigartigen Objekten. Bis heute stehen die Werke aus Murano für eine erfolgreiche Erneuerung in der europäischen Glasgestaltung. Zu den ältesten Stücken gehört eine Calice a spirale aus der Manufaktur Artisti Barovier. Die Schale auf spiralförmigem Fuß wurde während der ersten Biennale di Venezia 1895 gezeigt.

Stammten die Entwürfe für die Gläser aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg meist noch von den Glashütten selbst, zeichneten ab den 1920er Jahren Entwerfer und Künstler für Form und Aussehen der Objekte verantwortlich. Sie arbeiteten dabei eng mit den Glasmachern zusammen, um die gestalterischen und technischen Grenzen auszuloten. So stehen beispielsweise die von chinesischen Vasen inspirierten opaken Gefäße des Architekten Carlo Scarpa für eine neue Formensprache der Glasmanufaktur Venini. Die 1950er Jahre sind geprägt von einer beachtlichen Experimentierfreude, die sich in den ausgefallenen Entwürfen Ercole Baroviers oder in den ungewohnt buntfleckigen Oriente-Vasen des Malers Dino Martens widerspiegelt. Die populären Pezzati des vielseitigen Fulvio Bianconi oder die raffinierten Merletti von Archimede Seguso zeugen von großer Kunstfertigkeit und der Bewältigung technischer Herausforderungen. Für seine Entwürfe aus schwarzem Glas ist besonders die Manufaktur Fratelli Toso bekannt.
Selten zu sehen sind die vom Abstrakten Expressionismus beeinflussten Arbeiten des Malers Luigi Scarpa Croce. Die Rotellato-Stücke von Barovier & Toso zeigen, dass in den 1960er Jahren die Glasobjekte farbiger und dekorativer, die Formen jedoch klassischer und schlichter ausfallen. Anfang der 1970er Jahre schließlich sorgen große Volumina und einfache Zwischenschichttechniken für spektakuläre Objekte.

Zu den wenigen internationalen Entwerfern, die auf den Ausstellungen in Mailand und Venedig vertreten waren, gehörten die schwedische Künstlerin Tyra Lundgren, der amerikanische Bildhauer Thomas Stearns oder die beiden schwedischen Designer Birgitta Karlsson und Ove Thorssen. Sie alle arbeiteten mit Venini zusammen, einem der weltweit bekanntesten Hersteller von Muranoglas.

Eine eigens für die Rotunde der Pinakothek der Moderne angefertigte Ausstellungsarchitektur ermöglicht es, die innerhalb eines Zeitraums von sieben Jahrzehnten entstandenen Objekte der Sammlung Holz bei wechselndem Tageslicht zu präsentieren. Die Ausstellung zeigt erstmals eine große Auswahl an Gläsern, die in Mailand und Venedig Maßstäbe setzten und so die internationale Geschichte des modernen Glases entscheidend beeinflusst haben. Zur Ausstellung erscheint ein begleitender Katalog.

Abbildung: Kelch Calice a spirale, Artisti Barovier,1895, 1. Biennale di Venezia, 1895, Sammlung Holz, Berlin, Foto: Atelier Martin Adam, Berlin

10.06.2016

Reprint des Musterbuchs der Hütte Nøstetangen

Das Musterbuch der Glashütte Nøstetangen, südwestlich von Oslo, ist eines der wichtigsten Hilfsmittel zur Bestimmung von Form- und Schnittgläsern des 18. Jahrhunderts. Das nur in sechs Exemplaren überlieferte handgeschriebene Verzeichnis von mehr als 600 Gläsern und Glasobjekten liegt jetzt in einer vorzüglich editierten Reprint-Ausgabe der Glashistorischen Gesellschaft Aalborg vor. Weitere Informationen unter www.gsaa.dk

 

05.06.2016
Glasmuseum Spiegelberg

Sonderausstellung 2016: Die Glaskünstler Reinhild und Björn Ahston

Die diesjährige Sonderausstellung Glas im Fluss im Glasmuseum Spiegelberg zeigt einen Querschnitt der Werke von Reinhild und Björn Ahston. Beide haben sich seit Anfang der 1970er Jahre dem Thema Glas verschrieben. Durch die Zusammenarbeit mit namhaften Künstlern an verschiedenen Glashütten entwickelten beide ihren eigenen Stil: Reinhild Ahston bevorzugt die Fusing-Technik, Björn Ahston favorisiert das formgeblasene Glas. Die Künstler sind seit zehn Jahren als Glasgestalter in ihrer eigenen Werkstatt in Schwäbisch Hall tätig. Weitere Informationen unter http://www.glasmuseum-spiegelberg.de/

05.06.2016
Centre International du Vitrail Chartres

Glanzlichter der Welt

Bis zum 28.10.2017 zeigt das Centre International du Vitrail in Chartes unter dem Titel Lumièrs du monde / Glanzlichter der Welt Objekte von mehreren Hundert zeitgenössischen Glaskünstlern, darunter Thierry Boissel und Jörg Zimmermann.

05.06.2016
Pfaueninsel

Ein Kabinett für Johann Kunckel

Vor 330 Jahren begann der Alchemist und Glasmacher Johann Kunckel mit seinen Experimenten in einem geheimen Laboratorium auf der Pfaueninsel. Heute ist die Insel in der Havel der einzige Ort, an dem Kunckels Wirken nachweisbar ist. Anlässlich des Jubiläums erweitert die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) die Dauerausstellung zur Inselgeschichte in der Meierei der Pfaueninsel um einen Raum, in dem die Besucher über das Leben und die Forschungen Johann Kunckels informiert werden. Dass der Alchemist erstaunliche Erfolge in der Goldrubinglasherstellung erzielte, zeigen Bodenfunde aus seinem bereits 1688 zerstörten Laboratorium. Die Eröffnung des neuen Ausstellungskabinetts wurde am diesjährigen UNESCO-Welterbetag mit einem Kunckel-Fest rund um die Meierei gefeiert.

 

05.06.2016
Glasmanufaktur Harzkristall

Erfolgreicher Abschluss des Design-Wettbewerbs

Mehr mehr als 50 Studentinnen und Studenten von fünf deutschen Hochschulen sowie der dänischen Universität Kolding haben sich am ersten Glasdesign-Wettbewerb der Gerhard Bürger Stiftung und der Glasmanufaktur Harzkristall in Derenburg beteiligt. Aufgabe war es, einen Beleuchtungskörper aus Glas zu entwerfen. Der Wettbewerbsbeitrag sollte den Vorteil des Materials Glas als Lichtquelle herausstellen und auch die aktuelle Entwicklungen in der Beleuchtungstechnologie berücksichtigen. Die Möglichkeit, ihre Ideen direkt in der Hütte der Glasmanufaktur Harzkristall umzusetzen, wurde von fast allen Nachwuchs-Designer genutzt. Eine fünfköpfige Jury, der auch der aus Wernigerode gebürtige Künstler Otmar Alt angehörte, bescheinigte den eingereichten Wettbewerbsbeiträgen ein hohes Mass an Kreativität und interessante Gestaltungsgedanken mit dem Material Glas. Die Möglichkeiten des Farbspiels mit Glas wurden ebenso genutzt wie die Kombination mit anderen Materialien. LEDs wurden sinnhaft und zum Vorteil des Beleuchtungskörpers eingesetzt. Den 1. Preis (1.500 Euro und ein vierwöchiges Praktikum in der Glasmanufaktur) erhielt Melanie Glöckner von der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle zugesprochen. Die Arbeiten der teilnehmenden Studenten wurden mit zwei weiteren Geldpreisen, ebenfalls verbunden mit einem Praktikum, und sieben Belobigungen ausgezeichnet.

05.06.2016

Noch freie Plätze in der Sommerakademie Frauenau

Für die Juli-Session der Internationalen Sommerakademie Bild-Werk Frauenau stehen noch freie Plätze zur Verfügung. Anmeldungen sind möglich für die Kurse Glasmalerei: Geschichten auf und in Glas (Cappy Thompson), Heißglas: Experimentelle Glaskelche (Angus M.Powers) sowie Hinterglasmalerei: Spiel mit der Transparenz (Irene Fastner). Anmeldungen und weitere Informationen unter www.bild-werk-frauenau.de

04.06.2016
Ausstellung im RGM Köln

Zerbrechlicher Luxus

Das Römisch-Germanische Museum (RGM) in Köln stellt bis Ende März 2017 einen einzigartigen Querschnitt aus fast eintausend Jahren antiker Glaskunst im Rahmen der Sonderausstellung Zerbrechlicher Luxus vor. Das RGM besitzt mit rund 4000 Stücken die weltweit größte Sammlung römischer und fränkischer Glasgefäße. Einige, vor allem solche aus der jüngeren städtischen Grabungsgeschichte der Stadt, werden jetzt in der Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Zu den Highlights der Ausstellung zählen neben dem weltbekannten dreifarbigen Diatretbecher ein farbig bemalter Achilles-Pokal aus der 1. Hälfte des 3.  Jahrhunderts, die für Köln typischen Schlangenfadengläser sowie zahlreiche gläserne Preziosen aus Kölner Gräbern. Die Ausstellung präsentiert viele Funde in ihren archäologischen Kontexte und stellt die Kontinuität der Glasherstellung in Köln von der Stadtgründung bis in die Karolingerzeit dar.

04.06.2016
Glashütte Gernheim

Kostbare Düfte in edlen Verpackungen

Im Rahmen des Aktionsjahrs Körperkultur – Schönheit. Hygiene. Selbstbild. der Museen in Ostwestfalen-Lippe präsentiert die Glashütte Gernheim vom 5.6.-11.09.2016 die Vielfalt der gläsernen Parfümflakons von der Antike bis zum 20. Jahrhundert. An einer Duftbar gilt es verschiedenste Gerüche zu erraten und ein Duftbeet zeigt, dass viele der kostbaren Rohstoffe auch im heimischen Garten wachsen. Zur Ausstellung gibt es zahlreiche Veranstaltungen und Workshops. Zum Auftakt der Schau führte die Kuratorin Christiane Althoff durch die Ausstellung und erklärt Wissenswertes zu Duftstoffen und Parfüms, ihrer Herstellung, Wirkungsweise und kulturgeschichtlichen Bedeutung. Das Ensemble Cellissimo feiert am 17. Juni bei einem Konzert in der Ausstellung sein zehnjähriges Bestehen. Außerdem können Besucher in dem Programm Mein eigenes Parfüm ihre Lieblingsdüfte in einem Parfümöl oder einer -salbe verewigen.

04.06.2016
Glasmuseum Rheinbach

Rheinbach ehrt seinen Glaskünstler Udo Edelmann

Das Glasmuseum Rheinbach präsentiert vom 12.06.-28.08.2016 das umfängliche Werk des Glaskünstlers Udo Edelmann. Edelmann prägte die deutsche und internationale Glaskunst seit dem Ende der 1960er Jahre. Zugleich betätigte er sich erfolgreich als Bildhauer, Designer und Ausstellungsmacher. Mit großen Engagement setzte Edelmann sich für die deutsch-polnische Aussöhnung und Kulturarbeit ein. Geboren wurde Edelmann 1938 in Landsberg a. d. Warthe (heute Gorzów Wielkopolski). Nach einer Ausbildung zum Glasmacher war er als Glasmacher sowie in leitender Funktion in verschiedenen Glashütten tätig. Es folgten ausgedehnte Studienreisen ins europäische Ausland, Beraterfunktionen in China, Guatemala und Portugal. Ein Lehrauftrag an der Staatlichen Glasfachschule Rheinbach, Aufbau und Leitung der Bildungs- und Ausbildungsstätte für Glasmacher- und Veredlungsberufe in Immenhausen, Leitung der Sommerschule für internationale Glaskünstler in der Glashütte Süßmuth sowie Koordinator der Ausstellung Glaskunst ’81 in Kassel waren weitere Stationen auf seinem beruflichen Lebensweg. Schließlich eröffnete Udo Edelmann zusammen mit seiner Ehefrau Chris in Rheinbach bei Bonn eine eigene Studioglashütte mit angeschlossener Galerie. Die von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien sowie dem Landschaftsverband Rheinland geförderte Ausstellung „Udo Edelmann – Glasgestalter – Bildhauer – Designer“ fand von April bis Mai 2016 in Gorzów Wielkopolski statt. Jetzt kommt die Ausstellung nach Rheinbach. Zu den Ausstellungen ist ein zweisprachiges Begleitbuch mit zahlreichen Abbildungen erschienen.

04.06.2016
Ausstellung

Apparateglas im Glasmuseum Grünenplan

Das Glasmuseum Grünenplan zeigt vom 22.05.-30.10.2016 in einer Sonderausstellung Glas für Medizin, Wissenschaft und Technik aus mehreren Jahrhunderten. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Glasforum Gehlberg, dem Deutschen Thermometermuseum Geraberg sowie dem Förderverein Ilmenauer Glastradition. Thematisch beschäftigt sich die Ausstellung mit Glasgeräten zur Messung von Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchte sowie der Entwicklung der gläsernen Kathodenstrahlröhre für die unterschiedlichsten Verwendungen in Medizin, Forschung und Industrie. Die ausgestellten Exponate unterstreichen die langjährige Führerschaft der thüringischen Glashütten auf dem Gebiet des Apparateglases. Zugleich bildet die Ausstellung eine Brücke zur Herstellung moderner optischer Gläser in Grünenplan und der Apparateglasherstellung in den Solling- und Hilshütten des 18. und 19. Jahrhunderts.

25.05.2016
Festakt

40 Jahre Glasmuseum Wertheim

Am Sonntag, dem 29. Mai 2016, wird das Glasmuseum Wertheim 40 Jahre alt. Der 1973 gegründete Förderkreis eröffnete 1976 das Glasmuseum Wertheim, das inzwischen seine Sammlung in zwei städtischen Häusern zeigt. Die über 40jährige Partnerschaft zwischen Stadt und Verein nimmt das Glasmuseum  zum Anlass,  alle Mitglieder, Freunde und Interessierte einzuladen. Der Festakt beginnt um 15.00 Uhr mit der Vorstellung der Alois-Wienand-Sammlung: eine Mustersammlung von 75 Nachbildungen historischer Gläser. Alois Wienand aus Freudenberg-Boxtal war Glasmacher im Glaswerk Wertheim. Ab 1972 fertigte Wienand Nachbildungen historischer Gläser, darunter keltische Glasarmringe, fränkische Rüsselbecher, mittelalterliche Krautstrünke, Stangengläser und Daumenhumpen – zunächst im Glaswerk Wertheim, später im eigenen Studioofen. 2009 schenkte Alois Wienand seine Mustersammlung dem Glasmuseum Wertheim.

13.05.2016
Glasmuseum Riihimäki

Accident - 10 finnische Glaskünstler

Das finnische Glasmuseum in Riihimäki präsentiert vom 20.05.-31.12.2016 zehn junge Glaskünstler. Unter dem Titel Accident vereinen sich ungewöhnliche künstlerische Ansätze, die von Installationen bis zu Erzählungen reichen. Die Ausstellung wird begleitet von Bühnenauftritten, Themen-Tagen, Glasbläser-Veranstaltungen und Wein-Verkostungen. Ausstellung und Aktionen sollen sich bewusst von traditionellen Glasausstellungen absetzen.

04.03.2016
DGG-Fachausschuss V

Frühjahrsexkursion ins Allgäu

Der Fachausschuss V – Glasgeschichte und Glasgestaltung – der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft (DGG) bietet als Ergänzung zur Herbsttagung in diesem Jahr erstmalig eine Frühjahrsexkursion an. Die Tagesexkursion findet statt am 30.04.2016 und führt in die Glashüttendörfer Schmidsfelden und Eisenbach im Allgäu. Ausgangspunkt ist das Museum im Bock in Leutkirch. Ein ausführliches Exkursionsprogramm mit allen notwendigen Angaben zum Programm und zur Anreise unter www.hvg-dgg.de/veranstaltungen.html  (Abbildung: Altarvase mit gekniffenen Flügeln. Glashütte Alt-Eisenbach, Ende 18. Jahrhundert).

04.03.2016
Glasmuseum Frauenau

Der Glasgestalter Josef Welzel

Das Glasmuseum Frauenau zeigt vom 20.03.-24.07.2016 einen umfassenden Überblick über das Schaffen des Glasgestalters Josef Welzel (1927-2014). Als Lehrer an der Glasfachschule Hadamar prägte Welzel mehrere Generationen von Schülern. Welzel war als Graveur, Schleifer und Formgestalter tätig. Sein  besonderes Interesse galt der Erforschung der antiken Glaskunst Als experimenteller Archäologe trat Welzel mit seinen Rekonstruktionen römischer Diatretgläser hervor.

15.02.2016
Ausstellung vom 20.03.-30.09.2016

Objekte von Franz-Xaver Höller in Baden-Baden

Die Galerie B in Baden-Baden/Sinzheim widmet Franz-Xaver Höller eine Einzelausstellung. Es handelt sich um Arbeiten, die bis Ende Februar im Rahmen einer großen Höller-Retrospektive im Glasmuseum Frauenau zu sehen waren. Präsentiert werden auch mehrere der hauchdünnen und aufwendig bearbeiteten Ballon-Skulpturen Hollers. Sie bestechen durch ihre schlichte Klarheit, sind mal zart oder dickwandig und leben durch die meisterhafte Gravur der Oberfläche.

Die Skulpturen von Franz-Xaver Höller leben von Polarität. Er formt seine Ballons, Schalen und Figuren zu ästhetischen Paaren, schleift und graviert, bis deren besondere Aura besticht. Meist schafft er Paare, die ähnlich scheinen, aber sich in Details unterscheiden. Seine Werke thematisieren die Pole zwischen Chaos und Ordnung, Bindung und Lösung, Einfalt und Vielfalt. Höller lässt sich dabei von der Natur und dem Menschen inspirieren. Franz-Xaver Höller zählt weltweit zu den besten Künstlern, die mit dem Material Glas umgehen. Nur sehr wenige der extrem aufwendigen Arbeiten verlassen jährlich sein Atelier.

Franz-Xaver Höller wurde 1950 geboren und absolvierte an der Glasfachschule in Zwiesel die Ausbildung zum Glasgestalter. 1978 schloss er das Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie in München ab und begann als freischaffender Bildhauer. Seit 1981 lehrt Franz-Xaver Höller an der Glasfachschule in Zwiesel.

 

 

15.02.2016
Auktion

Rheinbach versteigert internationale Glaskunst

 

Zum Abschluss der Wanderausstellung Gravur on Tour versteigert das Glasmuseum Rheinbach am Samstag, dem 20. Februar 2016, um 18.00 Uhr Workshop-Objekte internationaler Glaskünstler. Der Erlös kommt dem staatlichen Berufskolleg Rheinbach zugute. Unter den Hammer kommen Arbeiten, die Teilnehmer aus sieben Ländern im Rahmen eines dreitägigen Workshops vom 27.- 30.10.2015 in der Staatlichen Glasfachschule Rheinbach angefertigt haben und die zusammen mit den Kunstwerken der Gravurausstellung im Glasmuseum Rheinbach noch bis zum 21.02.2016 zu sehen sind.

Die Rheinbacher Auktion verläuft nach den Regeln amerikanischer Charity-Auktionen: Der Steigerungsschritt liegt bei 5 Euro. Das erste Gebot beträgt somit 5 Euro, das zweite 10, das dritte 15 und so weiter. Jeder Bieter, der ein Gebot abgibt, zahlt die gebotene Summe unmittelbar nach dem Gebot in eine Kasse. Man steigert solange, bis sich niemand mehr findet, der bereit ist, das letzte Gebot zu überbieten. Bei der Rheinbacher Auktion zahlt derjenige, der den Zuschlag erhält, zuzüglich zu seinem letzten Gebot die Mindestsumme von 50,00 Euro. Die Ausstellung Gravur on Tour endet am 21.02.2016 und geht danach ins Glasmuseum der tschechischen Partnerstadt von Rheinbach Kamenický Senov/Steinschönau.

10.02.2016
Neues Info-Portal

Erste Mitgliederversammlung von glasspool

Das Anfang 2015 gegründete Informationsportal glasspool hat auf seiner ersten Mitgliederversammlung im Januar des Jahres durch Verabschiedung einer Beitragsordnung die Grundlagen für den angestrebten Aufbau einer Internetplattform gelegt. Ziel sei, „ein Internet-Portal für die kreative Glas-Community in Deutschland und Europa zu schaffen und auch Praktiker, die mit der Herstellung von Gebrauchs- und Hohlglas befasst sind, aufzunehmen,“ erklärte der Verein im Anschluss an die Mitgliederversammlung in Nürnberg.

Geplant ist eine Webseite für glasspool e.V. in deutscher und englischer Sprache, mit deren Einrichtung jetzt schrittweise begonnen wird. Auf ihr sollen zeitnah Aktivitäten und Spitzenleistungen der Glas-Community wie auch Allgemeines über den Verein zu finden sein. Zu einem späteren Zeitpunkt wird eine Datenbank verankert, die den Nutzern das Finden aktueller Informationen zu Design und Kunst aus Glas oder Glasproduktion erleichtert sowie Wissenswertes aus der Forschung, über Workshops oder Wettbewerbe bereitstellt. Zugleich will der Verein zusammen mit der TU Ilmenau das Projekt einer Poolflasche aus Leichtglas verwirklichen und damit das Knowhow von Glasgestaltung, Glastechnologie und Glasproduktion verbinden.

Kontakt: www.glasspool.de auf oder glasspool@web.de

 

29.01.2016
29.11.2015-16.05.2016

Mannheim zeigt moderne Glaskunst

Mit der Sonderausstellung ZART & RAU widmen sich die Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim der faszinierenden Welt der zeitgenössischen Glaskunst. Rund 30 herausragende Stücke zeigen die Bandbreite dieser mit der Schau erstmals in der Region vertretenen Kunstform. Die Präsentation vereint Objekte aus der Fucina degli angeli (Engelsschmiede) in Venedig, wo Künstler wie Pablo Picasso, Max Ernst oder Jean Cocteau ihre Entwürfe in Glas umsetzen ließen. Hinzu kommen Werke der Studioglasbewegung, einzelner Ateliers und zeitgenössische Kreationen. Die Exponate stammen aus der Sammlung von Peter und Traudl Engelhorn. Diese bedeutende Sammlung für zeitgenössische Glaskunst in Europa, umfasst Arbeiten von den 1960er Jahren bis heute. Die Objekte befinden sich im Museum für Design und angewandte Künste (mudac) in Lausanne. ZART & RAU ist der Auftakt zu wechselnden gemeinsamen Sonderschauen des mudac mit den Reiss-Engelhorn-Museen. Die Ausstellung läuft vom 29.11.2015 – 16.5.2016 im Museum Zeughaus C5 in Mannheim.

28.01.2016
Kurs

Graal-Technik in Gernheim

Die zuerst im schwedischen Orrefors praktizierte Graal-Technik verbindet kunstvoll heiße und kalte Verfahren der Glasbearbeitung. Vom 14.08. bis 21.08.2016 bietet der Landschaftsverband-Westfalen Lippe (LWL) die Möglichkeit, die komplexe Graal-Technik in einen Kurs unter der Leitung von Wilhelm Vernim in der Glashütte Gernheim umzusetzen. Der Kurs wendet sich an Glasmacher und Graveure, Maler und Zeichner, Künstler und Handwerker. Die Arbeiten am Glasofen, wie das Erstellen der Rohlinge und Überfänge, werden von den in der Glashütte Gernheim tätigen Glasmachern Korbinian Stöckle und Torsten Rötzsch unterstützt. Im Bereich Gravur steht Heikko Schulze Höing als weiterer Graveur zur Seite. Gearbeitet wird täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr unterbrochen von einer einstündigen Mittagspause. Die Kursgebühr beträgt 860,00 Euro. Anmeldung unter 05707/9311-26.

Die Graal-Technik berührt alle Aspekte der Glasgestaltung und ist eine Herausforderung für Heiß- und Kaltglasbearbeiter: Zunächst wird am Glasofen ein farbig überfangener Rohling hergestellt. Nach dem Abkühlen wird durch Abtragung der Überfänge das gewünschte Motiv auf den Rohling gebracht. Neben der Gravur kann die Bearbeitung auch durch Schliff oder Sandstrahlen erfolgen. Ist die kalte Bearbeitung vollendet, tempert man den Rohling auf und überfängt ihn mit klarem Glas.

10.12.2015
Kultusministerkonferenz

Glasherstellung zählt jetzt zum immateriellen Kulturerbe

Eine Expertenkommission und die Kultusministerkonferenz der Länder haben entschieden haben, die manuelle Glasfertigung auf nationaler Ebene als immaterielles Kulturerbe zu schützen. Die Entscheidung wurde von der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, bekanntgegeben. Die Glashütte Gernheim hatte mit der Glashütte Lamberts in Waldsassen und dem Glasstudio und Museum Baruther Glashütte einen entsprechenden Antrag eingereicht. Gemeinsam verstehen die Glashütten es als wichtige kulturhistorische Aufgabe, das Wissen der händischen Glasherstellung durch Praxis, Vernetzung, Dokumentation und Weiterentwicklung für die Zukunft zu bewahren. Durch die Anerkennung könne die aktive Überlieferung der manuellen Glasfertigung im Mundblasverfahren noch weiter intensiviert werden, erklärten die Hütten.

04.12.2015
Glasmuseum Rheinbach

Schüler und Flüchtlingskinder erschaffen einen gläsernen Wald

Das Glasmusum Rheinbach zählt zu den Partnern des Projekts KinderKunstKinder in der Region Bonn, das sich dem Thema Bäume widmet. In mehreren Workshops mit Schülern einer örtlichen Grundschule sowie mit Flüchtlingskindern entstanden aus Glas und anderen Materialien eindrucksvolle Baumwelten. Mit der Museumspädagogin Bozena Yazdan wurden aus gebrauchten Glasflaschen unterschiedliche Bäume gestaltet. Die einzelnen Bäume bilden in einer Installation einen gläsernen Wald. Dieser zeigt die Vielseitigkeit der Flora und den Reichtum der Landschaft und ist in einer Ausstellung zu sehen. Die Teilnehmer des Workshops lernten im Glasmuseum Rheinbach den Werkstoff Glas kennen und konnten Altglas künstlerisch bearbeiten. Ihre Arbeiten zeigen die jungen Künstlerinnen und Künstler in zwei großen Ausstellungen: Vom 05.12.-03.01.2016 im Künstlerforum Bonn und vom 09.12.- 20.12.2015 im Stadtmuseum Siegburg.

 

 

 

25.11.2015
LWL Industriemuseum Glashütte Gernheim

Lumen – Glasobjekte von Veronika Beckh - Verlängert bis 24.04.2016

Vom 29.11.2015 bis 12.04.2016 präsentiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Industriemuseum in Petershagen (Kreis Minden-Lübbecke) Glasobjekte und Installationen von Veronika Beckh. Die Werke geben einen Überblick über das Schaffen der Glaskünstlerin, die von 1998 bis 2004 als Glasmacherin im LWL-Industriemuseum gearbeitet hat. Am 31.01.2016 ab 15.00 Uhr wird die Künstlerin selbst durch die Ausstellung führen und ihre Objekte und Installationen erläutern. Außerdem wird an diesem Nachmittag der Katalog vorgestellt.

Die meisten ihrer Objekte fertigt Beckh eigenhändig am Ofen. Oft sind es einfache Formen, die sie dann zu komplexen Installationen zusammensetzt. „Vor allem weisen sie exakt berechnete optische Effekte auf, die die Künstlerin schon während der Arbeit am Ofen in ihre Stücke einbezieht“, so LWL-Museumsleiterin Katrin Holthaus. Eigens für die Ausstellung entstand die Installation „Feld“ aus Tausenden handgezogenen, überfangenen Glasröhren, die sich über eine Fläche von mehreren Quadratmetern ausdehnen.

Veronika Beckh, ausgebildete Hohl- und Kelchglasmacherin, studierte nach ihrem Aufenthalt in der Glashütte Gernheim in Amsterdam und Berlin angewandte Kunst und Kunst im Kontext. Im Rahmen von Gastaufenthalten und Stipendien arbeitete sie an der Pilchuck Glass School und am Corning Museum of Glass. Werke von Beckh sind in zahlreichen Museen und Sammlungen vertreten. Die Künstlerin lebt in Berlin und ist dort auch als Kuratorin tätig.

23.11.2015
Ausstellung in der Alexander Tutsek-Stiftung

Life is not a Beach - Zeitgenössische Fotografie und Skulpturen

Die Alexander Tutsek-Stiftung in München zeigt vom 22.01.2016 bis 24.06.2016 zeitgenössische Fotografien und Skulpturen. Unter dem Titel Life is not beach werden in der Ausstellung die Schattenseiten des Lebens thematisiert.

Neben Fotos von Matthieu Gafsou werden 20 Skulpturen aus Glas sowie Mixed Media gezeigt. International bekannte (Philip Baldwin & Monica Guggisberg, Silvia Levenson, Janusz Walentynowicz und weitere) sowie junge Kunstschaffende ergründen in ihren Arbeiten die generellen Ängste sowie die inneren und äußeren Konflikte der Menschen.

Das tiefe Tal der Depression wird durch einen ein Meter großen dunkelblauen Glas-See abstrahiert (Maria Lugossy) und durch eine erstarrt sitzende Figur (Janusz Walentynowicz) angesprochen. Die gläsernen bis ins Innerste sichtbaren Viren von HIV und Ebola thematisieren die Angst vor unheilbaren Krankheiten (Luke Jerram). Zwei unterschiedliche Objekte einer Studentin der Münchner Kunstakademie, ein auseinanderfließendes Selbstportrait und ein Gitter (Kris Buckley) machen deutlich, dass auch die junge Künstlergeneration das Leben nicht nur als Beach erlebt. Mögliche Einsamkeit trotz Familie zeigt eine eindringliche Installation aus China (Mei K. Lee) und das Werk eines Japaners (Shigenobu Fujishiro) macht mit einer kunstvoll aus Glasperlen karikierten Chanel-Einkaufstüte auf die Probleme von Obdachlosen aufmerksam.

 

06.11.2015
21.11.2015 - 28.02.2016

Franz Xaver Höller - Retrospektive im Glasmuseum Frauenau

Franz Xaver Höller, geboren 1950 in Leopoldsdorf, Obernzell (Bayern), zählt zu den weltweit anerkanntesten Meistern des Glasschliffs. Vor 50 Jahren gestaltete er die ersten Gläser, besuchte die Glasfachschule Zwiesel und studierte schließlich Glasdesign und Bildhauerei. 1978 schloss er das Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie in München ab und begann als freischaffender Bildhauer. Seit 1981 lehrt Franz Xaver Höller an der Glasfachschule in Zwiesel. Das Glasmuseum Frauenau widmet ihm jetzt eine umfassende Retrospektive.

Dem Künstler geht es in seinen Werken um geschlossene Einheiten. Jedes Werkstück sollte einfach aufgebaut sein und seinem Material entsprechen. Interaktive Wechselbeziehungen wie Form, Farbe, Transparenz, Oberflächentextur und Licht ergeben das spannende Miteinander und bringen eine Idee bildlich zum Ausdruck.

Die Ausstellung wird am 21.11.2015 mit einer Einführung durch den Künstler und Museumsleiterin Karin Rühl eröffnet und läuft bis zum 28.02.2016.

03.11.2015
Glasmuseum Düsseldorf

Wagenfeld als Spot-On-Ausstellung in Düsseldorf

Das Museum Kunstpalast – Glasmuseum Hentrich in Düsseldorf präsentiert derzeit 60 ausgewählte Glasobjekte von Wilhelm Wagenfeld (1900-1990). Es handelt sich um eine kleine Auswahl Wagenfeld’scher Entwürfe aus den 1930er Jahren. „Wir wollen mit der Ausstellung auf einige der für Wagenfeld typischen Details aufmerksam machen,“ erläutert Museumsleiter Dedo von Kerssenbrock-Krosigk anlässlich der Ausstellungseröffnung. Die Objekte entstammen der Sammlung Rüdiger Kroll. Kroll hat sich auf das gesamte Schaffen und das Umfeld von Wilhelm Wagenfeld spezialisiert. Die Präsentation eröffnet mit drei weiteren eine neue Staffel der Düsseldorfer Spot-On-Ausstellungen. Der Generaldirektor des Museum Kunstpalast, Beat Wismer, bezeichnete das Ausstellungsformat Spot-On als erfolgreiche und „großartige Sache“. Seit dem 30. Oktober werden außer Wagenfeld die Düsseldorfer Künstler Hans-Peter Feldmann und Inken Boje sowie Werke aus der Sammlung des Düsseldorfer Sammlers Carlo Schröter unter dem Titel Eat Art gezeigt.

27.10.2015
Förderprogramm

Alexander Tutsek-Stiftung fördert Glasfachschulen und Glasklassen

Die Alexander Tutsek-Stiftung (München) startet ab 2016 ein großes Förderprogramm. Die gemeinnützige Stiftung wird künftig national und international Glasfachschulen sowie Glasklassen an Kunstakademien finanziell fördern. Den Auftakt macht die Klasse „Freie Kunst Glas“ an der Hochschule Koblenz in Höhr-Grenzhausen (Institut für Künstlerische Keramik und Glas) unter der Leitung von Professor Jens Gussek. „Wir wollen das Material Glas in der zeitgenössischen Kunst stärken. Die Förderung weiterer Glasfachschulen und Glasklassen an Kunstakademien ist in Vorbereitung“, erläutert die Vorstandsvorsitzende der Alexander Tutsek-Stiftung, Eva-Maria Fahrner-Tutsek.

Die Klasse „Freie Kunst Glas“ existiert in Höhr-Grenzhausen seit 15 Jahren. Sie ist eine innovative Einrichtung für die künstlerische Ausbildung im Bereich der modernen Skulptur und der Arbeit mit dem Werkstoff Glas. Ihre Absolventen und Studierenden werden regelmäßig mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet.

Die Alexander Tutsek-Stiftung fördert die Glasklasse von Jens Gussek in den nächsten drei Jahren mit einem Betrag von insgesamt 300.000 Euro. Die Förderung ermöglicht unter anderem die Verwirklichung von Ausstellungsprojekten, die Verbesserung der künstlerischen Ausbildung sowie der technischen Ausstattung.

18.09.2015
Ausstellung im Glasmuseum Rheinbach

Gravur on Tour

Die Glasgravur macht sich auf den Weg durch Europa. 31 Künstler besuchen mit ihren Arbeiten Museumsorte in sieben Ländern der Europäischen Union. Neben Lommel (Belgien), Epe (Niederlande), Kamenický Senov/Steinschönau (Tschechien), Tallinn (Estland), Riihimäki (Finnland) und Frauenau (Deutschland) gehört auch Rheinbach zu den Stationen der Wanderausstellung. Sie präsentiert die Vielfalt der zeitgenössischen Glasgravur sowohl in bildnerischer wie auch in technischer Hinsicht. Die Bandbreite reicht von experimentellen Arbeiten bis hin zu solchen, die mit der traditionellen klassischen Glasgravur korrespondieren. Andere Arbeiten wiederum loten den Grenzbereich von Glasgravur und Glasschliff aus. Das weltumspannende Glass Engraving Network (www.glassengravingnetwork.com) umfasst inzwischen Hunderte von Mitgliedern. Die erste Wanderausstellung des Gravur-Netzwerks beschränkt sich auf EU-Künstler. Die Eröffnung der Ausstellung im Glasmuseum Rheinbach findet statt am Freitag, dem 30.10. 2015 um 19.30 Uhr und läuft bis zum 22.02.2016.

 

19.08.2015
Zuverlässiger Führer zu Sammlungen und Museen

DGG-Museumsseite stark erweitert

Informationen zu mehr als 70 deutschen Glasmuseen, Sammlungen sowie sonstigen Einrichtungen zum Thema Glas präsentiert die Museumsseite der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft (DGG). Damit bietet das in jüngster Zeit kräftig erweiterte Serviceangebot der DGG (www.hvg-dgg.de/museen.html) das derzeit umfangreichste Informationsangebot zu den öffentlich zugänglichen inländischen Glassammlungen und Glasbeständen. Aktuell hinzugekommen sind die Neue Sammlung München sowie die Stiftung preußischer Schlösser und die brandenburgische Glashütte Baruth. Die Museumsseite der DGG umfasst jeweils ein Kurzporträt der Einrichtung, Serviceinformationen, Kontaktadressen sowie Abbildungen und Schrifttum. Vorschläge, Anmeldungen und Hinweise nehmen Dieter Schaich (schaich@mnet-mail.de) sowie Johannes Bauer (bauer@hvg-dgg.de) entgegen.

29.07.2015
Europäisches Museum für Modernes Glas in Rödental

Schein & Sein - Materialität in Glas, Keramik und anderen Werkstoffen

31.07.2015 – 03.04.2016

Das Europäische Museum für Modernes Glas präsentiert in einer Sonderausstellung 40 ausgewählte Objekte von internationalen Künstlern, die in ihrem Schaffen ein besonderes Verhältnis gegenüber ihrem persönlichen Material offenbaren – schließlich halten Künstlers ihrem Material häufig über Jahre, wenn nicht gar über Jahrzehnte hinweg die Treue.

Selten wird ein Material zufällig ausgewählt. In der Regel können eine besondere künstlerische Idee und die Bewältigung eines künstlerischen oder technischen Problems nur mit einem bestimmten Material gelöst werden. Dies gilt insbesondere für Glas und dessen einzigartige Transparenz. Die Ausstellung im Europäischen Museum für Modernes Glas beleuchtet die vielfältigen Möglichkeiten von verschiedenen Werkstoffen wie Glas, Keramik, Metall, Holz oder Birkenrinde. Über ein Drittel der ausgestellten Werke besteht aus Leihgaben von Künstlern, die zum Teil ihre Kunstwerke eigens für die Ausstellung gefertigt haben.

 

10.07.2015
Angebot an Produkt-Designer

Harzkristall lobt Design-Preis aus

Die 2013 gegründete Gerhard Bürger Stiftung in Derenburg (Sachsen-Anhalt) hat in Zusammenarbeit mit der Glasmanufaktur Harzkristall  einen Glas-Design-Preis initiiert. Studentinnen und Studenten der Fachrichtung Produkt-Design sind eingeladen, ihre Ideen zu einem Beleuchtungskörper aus Glas einzureichen. Dabei sollen die Vorteile von Glas als Material für Lichtquellen deutlich herausgearbeitet werden. Die eingereichten Objekte werden  2016 durch eine unabhängige Fachjury bewertet. Neben dem Preisgeld von 500 Euro, 1.000 Euro und  1. 500 Euro bietet das Unternehmen den Preisträgern ein Praktikum in der Produktion der Glasmanufaktur Harzkristall an. Die vollständige Ausschreibung mit Bewerbungsbogen ist unter www.harzkristall.de/de/ueber-uns/glasdesign-wettbewerb abrufbar.

07.07.2015
Kulturpark Glashütte Buhlbach

6. Internationales Symposium zur Glashüttenforschung

Das 6. Internationale Symposium zur Erforschung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Glashütten Europas findet vom 06.05.-08.05.2016 im Kulturpark Glashütte Buhlbach (Landkreis Freudenstadt/Baden-Württemberg) statt. Das Symposium gliedert sich in zwei Vortragstage und einen Exkursionstag. Veranstaltungsleiter Dr. Peter Steppuhn bittet Interessierte, sich bis spätestens zum 30.09.2015 per E-Mail unter p.steppuhn@gmx.de unverbindlich anzumelden. Nach Eingang der Anmeldung erhalten Interessierte das vorläufige Tagungsprogramm sowie weitere Informationen zur Veranstaltung.  

24.06.2015
Rheinbach

Glasschüler ausgezeichnet und belobigt

Der Rheinbacher Glaskunstpreis geht in diesem Jahr an zwei Schülerinnen aus Deutschland und eine Schülerin aus Steinschönau in der Tschechischen Republik. Die international besetzte, fünfköpfige Fachjury sprach zusätzlich drei Belobigungen aus. Für den diesjährigen Glaskunstpreis der Stadt Rheinbach waren insgesamt 39 Arbeiten von neun europäischen Glasfachschulen eingegangen, erklärte die Leiterin des Rheinbacher Glasmuseum, Ruth Fabritius, anlässlich der Preisverleihungen. Den eingereichten Wettbewerbsarbeiten bescheinigten die Jury „große Energie und die Ernsthaftigkeit der Bemühung um ein Höchstmaß an Qualität“. Die Vielfalt der verwendeten Techniken wurde ebenso positiv vermerkt wie der Bezug zur Glastradition in den jeweiligen Ländern. Die Jury ermutigte die Teilnehmer, die „zeitgenössische Glassprache“ aufzugreifen, und betonte, dass die europäische Glaswelt nicht nur kreative Künstler benötigt, sondern auch exzellente Kunsthandwerker, die in der Lage sind, künstlerische Konzepte umzusetzen. Daher sei es zu begrüßen, dass die europäischen Glasfachschulen ein so breites Spektrum abdecken. Der erste Preis wurde der Rheinbacher Schülerin Tanja Niemann für ihre Arbeit Verbindung zugesprochen, die durch künstlerischen Ausdruck und Poesie überzeugte. Die drei Schalen Bowls of Nature von Christina Kargl (Zwiesel) überzeugen, so die Jury,  durch hohe handwerkliche Qualität und durch ein tiefes Verständnis für das Material. Traditionelle Formen und Veredlungstechniken erfahren eine zeitgemäße Interpretation. Dies gelte auch für die Karaffen- und Schalenform des Sake-Services von Barbora Panochová (Steinschönau). Feinheit und Qualität der Emailmalerei beeindruckten die Jury. Mit zusätzlich drei Belobigungen würdigte die Jury vor allem experimentelle Ansätze. Sandra Antonia Stangier (Rheinbach), die sich mit einer Pâte-de-Verre-Skulptur Durchblick am Wettbewerb beteiligt, solle die Potenziale der 3D-Technik weiter verfolgen und an der Finesse der Formgebung arbeiten. Xenia Kuruschinas (Rheinbach) Mixed-media-Objekt WeltUm, vermittelt eine wichtige Botschaft zur Problematik von Re- und Upcycling sowie der Schonung von Ressourcen. In den beiden aufgetriebenen Gefäßen, deren organisch aufgebautes Innenleben ihre praktische Nutzbarkeit ironisch ad absurdum führt, erreicht Markus Marschmann (Zwiesel) interessante Materialeffekte. Die Fachjury des Rheinbacher Glaskunstpreises setzte sich zusammen aus der Chefkustodin des finnischen Nationalmuseums Riihimäki, Uta Laurén, der dänischen Künstlerin und Dozentin Susanne Jøker Johnsen, der künstlerischen Direktorin des französischen Glasmuseums und Ateliers Sars-Poteries, Anne Vanlatum, dem Leiter der Studien- und Experimentierwerkstatt für Glasmalerei, Licht und Mosaik der Akademie der Bildenden Künste München, Thiery Boissel, sowie dem stellvertretenden Dekan der Kunst- und Design-Akademie in Usti nad Labem/Aussig, Dr. Jaroslaw Polenecky. 1. Preis (1.000 €): Tanja Niemann: Verbindung. Fusing, Biegen, Sandstrahl, UV-Verklebung. Staatliches Berufskolleg Glas, Keramik, Gestaltung des Landes NRW, Rheinbach. Klasse Stephan Muders, Sabina Ramershoven. 2. Preis (750 €): Christina Kargl: Bowls of Nature. Drei Schalen, Außenüberfang geschliffen, Facettenschliff, Hohlschliff, Battuto-Technik, Mattierungstechniken. Glasfachschule Zwiesel. Klasse Gunther Furth. 3. Preis (500 €): Barbora Panochová: Sake-Service. Karaffe und Schälchen mit Emailmalerei. Glaskunstfachschule Kamenický Šenov / Steinschönau. Klasse Petr Menš. Weiterhin vergab die Jury drei (nicht dotierte) Belobigungen: Sandra Antonia Stangier: Durchblick. Skulptur: Form 3D-gescannt, 3D gedruckt, mit Silikon abgeformt, aus Pâte-de-verre geschmolzen. Staatliches Berufskolleg Glas, Keramik, Gestaltung des Landes NRW, Rheinbach. Klasse Georg Linden. Xenia Kuruschina: WeltUm. Fusing, Biegen, Montage von Plastikmüll. Staatliches Berufskolleg Glas, Keramik, Gestaltung des Landes NRW, Rheinbach. Klasse Stephan Muders, Sabina Ramershoven Markus Marschmann: Out of Order. Zwei aufgetriebene Gefäße mit organisch aufgebautem Innenleben. Glasfachschule Zwiesel. Klasse Herr Fischer Bis zum 01.09.2015 besteht die Gelegenheit, für den mit 1.000 € dotierten Publikumspreis Alexandra Bruns unter www.glaskunstpreis.com oder www.glaskunstpreis-rheinbach.de online abzustimmen.

20.05.2015
Ausstellung

Timo Sarpaneva im Finnish Glass Museum Riihimäki

Das Finnish Glass Museum in Riihimäki präsentiert vom 29.05. – 31.12.2015 das Werk des Designers und Glaskünstlers Timo Sarpaneva (1926 – 2006)

Timo Sarpaneva wurde in den 1950er Jahren zu einem der bekanntesten finnischen Glaskünstler. Er entwickelte mehrere Glasserien für die – 1881 als Glashütte gegründete – finnische Designmarke Littala. Für Littala schuf Sarpaneva 1956 das i-Logo. Die Ausstellung im Glasmuseum Riihimäki verfolgt die Entwicklung von Timo Sarpaneva als Künstler und Designer. Zu den Exponaten aus der Sammlung Kakkonen zählen sowohl Kunstobjekte aus Glas wie auch Design- und Gebrauchsgegenstände. Kyösti Kakkonen gilt als bedeutendster Sammler zeitgenössischer und moderner finnischer Glaskunst. Das Museum präsentierte aus der Sammlung Kakkonen bereits 2011 Werke von Kaj Frank und 2013 Objekte von Tapio Wirkkala. Weitere Informationen http://www.suomenlasimuseo.fi/Suomen-Lasimuseo/Das-Finnisches-Glasmuseum/

 

20.05.2015
Forschungs- und Ausstellungsprojekt

Glasmuseum Grünenplan eröffnet Schorborn-Ausstellung

Die Ausstellung ist das erste Arbeitsergebnis einer Projektgruppe aus Sammlern, Wissenschaftlern und Museumsleuten. Im Laufe des Jahres sollen ein Fachsymposium sowie eine umfangreiche Publikation folgen. Die Braunschweiger Sollinghütten des 18. Jahrhunderts grenzen sich ab von den Hütten in Osterwald/Lauenstein (Kurfürstentum Hannover), Altmünden (Landgrafschaft Hessen) und Emde (Bistum Paderborn). Topografisch handelt es sich um eine waldreiche Gegend, politisch um den westlichsten Teil des damaligen Herzogtums Braunschweig-Wolfenbüttel, eine Enklave, die bis an das östliche Ufer der Weser reichte. Für den aufkommenden Merkantilismus war die ressourcenreiche und ökonomisch vernachlässigte Region wie geschaffen. Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel befürwortete in den 1740er Jahren ohne Zögern die Gründung von Glas- und Porzellanfabriken sowie anderen Holz verbrauchenden Gewerbezweigen. Die wissenschaftliche Aufarbeitung des braunschweigischen Fabrik- und Manufakturwesen im 18. Jahrhundert berücksichtigt das Thema Glas allerdings bisher nur am Rande. Aus dem regionalen Fokus tritt die 1745 gegründete Schorborner Hütte mit der nahezu zeitgleichen Übersiedlung des Glasschneiders Johann Heinrich Balthasar Sang aus Ilmenau nach Braunschweig und seine Ernennung zum Hofglasschneider. Es erscheint sicher, dass Sang Glas von der Schorborner Hütte in Braunschweig bearbeitete. Im Gegensatz zu seinen bekannten und signierten Spiegeln ist die Zahl der Sang zuzuschreibenden Pokale und Gläser noch sehr gering. Als sicher kann hingegen auf Grund neu aufgefundener biografischer Daten gelten, dass Sang bis mindestens 1764 in Braunschweig tätig war. Spätestens ab 1767 ist Johann Nicolaus Fleischhauer für die Veredelung der Schorborner Gläser verantwortlich. Fleischhauers Vielseitigkeit hat entscheidend dazu beigetragen, dass eine bedeutende Zahl von Gläsern jetzt der Schorborner Hütte zugeschrieben werden kann. Fleischhauer, zunächst auf der hessischen Hütte Altmünden tätig, dann kurzzeitig bei einer Fayencefabrik beschäftigt, besorgte auf der Hütte Schorborn den Glasschnitt. Er bemalte zudem Gläser und Flaschen mit bunten Emailfarben im Stil der Fayencemalerei. Seine Stärke lag jedoch in der Goldbemalung und Radierung. Erhalten hat sich eine überraschend hohe Zahl von Gläsern für den liturgischen Gebrauch in den Kirchen und Kapellen der Region sowie am Hüttenstandort selbst, die mit hoher Sicherheit von Fleischhauer bearbeitet wurden. Insgesamt weist das Produktionsspektrum der Schorborner Hütte im 18. Jahrhundert eine große Breite auf. Vor allem Gebrauchsgläser mit blauer Fadenauflage am Lippenrand, farbig bemalte Gläser und Flaschen sowie Medizinglas, Flachglas und Flaschen wurden an mehreren Hüttenplätzen in hoher Stückzahl gefertigt.

Flyer_Schorborn     Plakat_Schorborn_01     Plakat_Schorborn_02

24.04.2015
Munster

Glasintermezzo 2015

Die Stadt Munster hat das Glasintermezzo 2015 eröffnet. Das Glasintermezzo ist, so Bürgermeisterin Christina Fleckenstein, der Zwischenschritt zur Ausstellung Glasplastik und Garten, die 2016 zum zehnten Mal in der niedersächsischen Stadt stattfindet. Derzeit stellen 16 Künstler und Künstlerinnen ihre Werke aus und bieten einen Einblick in die Bandbreite zeitgenössischer Glaskunst.

24.04.2015
Auslobung

Glaspreis für Publizisten

Die Stichting Het Historische Gebruiksglas (Stiftung Historisches Gebrauchsglas) in Rotterdam will die historische Glasforschung fördern und hat einen Glaspreis für Veröffentlichungen ausgelobt. Benannt nach Frau Prof. Dr. Ina Isings, der ehemaligen Dozentin am Archäologischen Institut der Universität Utrecht und Kuratorin der Archäologischen Sammlung der Provinciaal Utrechts Genootschap van Kunsten en Wetenschappen, richtet sich der mit 1.000,00 Euro dotierte Preis an Autoren, die sich mit ihren Beiträgen der Erforschung des historischem Glas im Alltag oder zu besonderen Anlässen widmen. Die eingereichten Artikel werden von einer Jury bewertet, die sich aus renommierten Glasexperten zusammensetzt. Mitglieder sind: Nicole Brüderle (Kuratorin für Glas, Rijksmuseum Amsterdam), Anna Laméris (Glasantiquarin und Publizistin), Nora Schade (ehemals Oberkustodin am Museum Rotterdam), Johan Soetens (ehemals Direktor Vereenigde Glasfrabieken und Chefredakteur der Historisch Glastijdschrift) sowie Marianne Stern (Archäologin). Die Jury wird von einem internationalen Komitee unterstützt, das aus weiteren Glasspezialisten besteht. Im Laufe des Jahres 2016 ist die erste Preisvergabe im Rahmen eines Glassymposiums vorgesehen. Die besten Beiträge sollen zudem in renommierten Publikationen veröffentlicht werden. Beiträge sind in deutscher, niederländischer oder englischer Sprache einzureichen, sollten Abbildungen enthalten, einen Umfang von etwa 3.000 Wörtern aufweisen und noch nicht an anderer Stelle publiziert worden sein.  Die Beiträge sollen wissenschaftlich fundiert, aber allgemeinverständlich sein. Einsendeschluss ist der 01.01.2016. Fragen zum Glaspreis können per E-Mail gestellt werden an: glasprys@xs4all.nl

23.04.2015
Ausstellung

Reflets de Venice

In Renaissance und Barock füllten sich die Kunst- und Schatzkammern der Königs- und Fürstenhäuser mit Glas aus Venedig und mit Gläsern à la façon de Venice. Ein kleiner Teil davon ist bis heute erhalten geblieben. Eine Ausstellung im Vitromusée Romont trägt jetzt bedeutende Stücke aus Schweizer Museen und Privatsammlungen zusammen. 200 Gläser bezeugen den Reichtum und die Virtuosität der venezianischen Glaskunst und ihre Ausstrahlung auf die Herstellungszentren in ganz Europa.

Präsentiert werden Gläser verschiedenster Formen und Gebrauchszwecke in einer zeitlichen Abfolge vom späten 15. bis zum frühen 18. Jahrhundert. Zudem werden erstmals Hunderte von Fragmenten solcher Glasgefässe aus archäologischen Grabungen in der Schweiz zusammengeführt. Sie belegen, welche Typen venezianischer oder à la façon de Venise hergestellter Gläser hier verwendet wurden. Doch nicht nur dies: Funde aus Ausgrabungen jurassischer Glashütten erbrachten den Nachweis, dass lange Zeit für venezianisch gehaltenes Glas auch in der Schweiz hergestellt wurde.

Anlässlich der Ausstellung konnte der für das Corning Museum of Glass (USA) tätige Glasbläser und Glashistoriker William Gudenrath für eine Zusammenarbeit gewonnen werden. Er hat sich auf die Rekonstruktion von Herstellungsprozessen venezianischer Gläser des 16. und 17. Jahrhunderts spezialisiert. Filme zeigen, wie er einzelne in der Ausstellung vertretene Stücke nachbildet. Am 05. und 06.09.2015 wird Gudenrath im Vitromusée Romont die jahrhundertealten Techniken eigenhändig demonstrieren.

Zur Ausstellung ist eine umfangreiche Monographie vom Ausstellungskurator erschienen. Die Ausstellung läuft vom 31.05.-01.11.2015. Weitere Informationen im Internet unter www.vitromusee.ch

12.04.2015
Nordrhein-Westfalen

Glasmuseen bilden Netzwerk

Sieben rheinische Glasmuseen und Museen mit Glasabteilungen arbeiten künftig enger zusammen. Das Netzwerk Glasmuseen entstand auf Initiative des Glasmuseums Rheinbach und soll als Plattform für gemeinsame Projekte die Zusammenarbeit der Häuser intensivieren. Anlässlich der Vorstellung des Netzwerks in Düsseldorf wurde die neue gemeinsame Internetseite sowie ein Informationsflyer vorgestellt. Wie die Sprecherin der Initiative, Ruth Fabritius vom Glasmuseum Rheinbach, erläuterte, sollen Glasinteressierte und Touristen einfache Wege zu den rheinischen Glasmuseen finden.

Jeder der am Projekt beteiligten Häuser habe ein individuelles Profil und eigene Schwerpunkte von der Antike bis in die Moderne. Zusammen ergäbe sich ein faszinierend umfassendes Bild. Beteiligt sind derzeit neben dem Glasmuseum Rheinbach und dem Glasmuseum Hentrich im Museum Kunstpalast Düsseldorf, das LVR-Museum Bonn, das Römisch-Germanische Museum der Stadt Köln, das Deutsche Glasmalerei-Museum in Linnich, das Glasmuseum Alter Hof Herding in Coesfeld-Lette sowie das LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim. Weitere Partner seien willkommen, sagte Ruth Fabritius. Das Netzwerk möchte die Kooperation zu einem Glasland NRW ausweiten und hat eine landesweite Glas-Biennale in Planung. Zum künftigen regelmäßigen Angebot zählen auch Expertentage Glasberatung, die jetzt erstmals im Düsseldorf stattfanden. Das Netzwerk rheinischer Glasmuseen wird gefördert vom Landschaftsverband Rheinland (LVR), der in der Region über insgesamt elf Museen verfügt, sowie mehreren anderen Partnern und Organisationen. Weitere Informationen unter www.netzwerk-glas-kultur.de